Energieführungen

Individuelle Perfektion

Das hohe Niveau der Energieketten Readychain hält Igus durch ständige Verbesserungen: Doch was ist nötig und was ist möglich, um Readychain zu dem Produktivitätsbeschleuniger für Maschinen- und Anlagenbauer zu machen?

21. Februar 2019
Individuelle Perfektion
Aus verschiedensten E-Ketten- Artikeln, Leitungen und Komponenten kann sich der Anwender seine Readychain individuell zusammenstellen. (Bild: Igus GmbH)

Ein Produkt wie Readychain funktioniert unter anderem, weil Igus über die Jahre einen breiten Erfahrungsschatz industrieller Prozesse aufgebaut hat. Basierend darauf entstehen immer neue Konzepte für Energieführungen, die sich nahezu passgenau in eine Fertigungs- oder Produktionsstrecke integrieren lassen. Die technische Kreativität und der Wunsch, den Kunden individuelle Perfektion zu liefern, ist ein weiterer Baustein, so der Hersteller. Für Maschinenbauer zeige sich dies in einem breit gefächerten Ketten- und Leitungsportfolio und einem attraktiven Preis-Leistungs-Niveau.

Die ersten wichtigen Stellschrauben: der Komponenteneinkauf und die Lagerhaltung. Dafür existiert bei Igus ein eigenes Areal, auf dem mehr als 90.000 Einzelkomponenten, über 1.300 kettentaugliche Leitungen und geschätzte 3.500 Elektrokomponenten lagern. Der Benefit neben Effizienz ab Stückzahl 1 ist zweifelsohne die kurze Lieferzeit. Denn Handarbeit steht bei Igus auch für den unmittelbaren Fertigungsstart einer Kette nach Bestellung durch den Anlagenbauer. Lieferzeiten von drei bis fünf Tagen sorgen dafür, dass der Einbau der maßgefertigten Kette zeitnah an der Anlage beim Kunden erfolgen kann – die Produktivität wird deutlich beschleunigt.

Doch nicht nur ein zügiger Einbau der vorkonfektionierten Energiekette bedeutet für Maschinenbauer ein erkennbares Plus: Schlanke Lagerhaltung im eigenen Unternehmen meint auch immer mehr räumliche Kapazitäten in den eigenen Hallen. Und damit automatisch mehr Platz für die Vormontage neuer Maschinen oder für einen Factory Acceptance Test vor Auslieferung an den Endkunden. Spürbar wird die Ersparnis vorkonfektionierter Readychains außerdem für den Einkauf: eine Kette, ein Vorgang, eine Aufgabe, eine Bestellnummer. All das wird auch außerhalb der Montage zu einem Produktivitätsbeschleuniger. Ein ganz wesentlicher Aspekt für den Erfolg von Readychain ist zudem der Tatsache geschuldet, dass Anlagenbauer kein spezifisches Know-how rund um das Thema Energieführungen aufbauen oder aufrechterhalten müssen. Denn Energieführungen für dynamische Anwendungen zu projektieren und zu realisieren, ist alles andere als trivial.

Nicht selten sind es kleine, konstruktive Hürden oder praktische Hemmnisse, die das Zusammenbringen von Leitung und Energieführung an der Schnittstelle erschweren. Dauert die Installation länger oder zeigen sich während der Inbetriebnahme Fehler, kann sich das schnell negativ auf das Gesamtbudget auswirken.

Intuitives Handling

Wer mit Readychain plant, kann sofort funktionsfähige Einheiten aus Leitung und Steckverbinder – perfekt auf die Kette abgestimmt – an seiner Anlage verbauen, wie Igus betont. Schnell, denn eine »sprechende« Beschriftung macht die Installation an der Maschine zu einer intuitiven Handlung. Gerade hier profitieren Elektriker und Mechaniker, denn im Zweifel kann auch jemand Fachfremdes den Anschluss erledigen. Ganz anders bei Eigenkonstruktionen von Energieführungen, bei denen nicht selten bei der Installation von Steckerleitungsverbindungen Gefahren lauern. Wichtigstes Kriterium im Anlagenbau der Gegenwart ist unter anderem die Zeit. Und die Installation von Leitungen in Energieketten kann davon eine Menge kosten. Die Konfektionierung ist nur eine Stellschraube, mit der Igus diese Probleme löst.

Noch effizienter gestalten Kunden ihre Prozesse, wenn sie ihre Energieketten unter Nutzung eines sogenannten Readychain Rack, dem Transport- und Montagegestell, an einer Maschine installieren. Das modulare Rack bewegt über Verfahreinheiten die konfektionierten Energieführungssysteme millimetergenau und unkompliziert an die entsprechende Schnittstelle. Das individuelle Konzept steht parallel für noch mehr Kostenbewusstsein: Der Einsatz eines solchen Gestells rechnet sich laut Igus schon ab wenigen Maschinen – für Unternehmen mit Kleinserienfertigung ein starkes Argument.

»Unter dem Namen Readychain konstruieren und montieren wir bei Igus komplexe Energieführungssysteme für den direkten Anschluss an der Maschine.«

— Thomas Müller, Produktionsleiter Readychain-Montage bei Igus

Im Schnitt beende ein Techniker unter Zuhilfenahme des Readychain Rack innerhalb eines Tages die Installation der konfektionierten Energiekette. Die teleskopierbare Bauweise mache das Rack vor allem für jene Unternehmen unverzichtbar, die bei den Kettenlängen flexibel bleiben möchten. Mit wenigen Handgriffen kann das Transport- und Montagegestell auf die neue Kettenlänge eingestellt werden.

Der Mix aus konfektionierten Ketten und dem Readychain Rack senkt laut dem Hersteller Prozesskosten signifikant und vor allem nachhaltig. Auch, weil die modulare Bauweise des Transportgestells jederzeit Anpassungen an neue Gegebenheiten ermöglicht – die Wiederverwendbarkeit schont so nicht nur das Projektbudget, sondern auch Ressourcen und Umwelt.

Eine gute Entscheidung

Können Unternehmen die Installation einer konfektionierten Kette an ihrer Anlage aus kapazitativen Gründen nicht selbst realisieren, treffen sie mit dem Montageservice von Igus eine gute Entscheidung, so der Hersteller. Der Einsatz geschulter und erfahrener Montageexperten sichere den zeitnahen und korrekten Einbau und garantiere so das Halten wichtiger Meilensteine – auch in Zeiten personeller Engpässe und Auftragsspitzen. Garant anderer Art ist die sogenannte Systemgarantie, die das Unternehmen allen Kunden bietet und die zudem über den Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001:2015 offiziell bestätigt ist.

Basis dieser Garantie sei das Streben nach technisch neuen Errungenschaften und der ständigen Optimierung geprüfter und zertifizierter Qualitätsstandards bei der Herstellung kompletter Systeme – mit dem Ziel, der beste Dienstleister mit der höchsten Qualität zu sein, sowohl technisch als auch in der Kundenbetreuung, wie der Hersteller erläutert. Unzählige spezifische und produktübergreifende Zertifikate, Prüf- und Gütesiegel und Zulassungen verdeutlichen, dass Igus sein Qualitätsversprechen lebt. Sollte wider Erwarten die Qualität einer konfektionierten Kette nicht den Kundenwünschen entsprechen, steht ein Serviceteam für die unkomplizierte Instandsetzung zur Verfügung.

Die sinnvolle Kombination aus Handarbeit und Teilautomation in der Kettenfertigung, der individuelle Service beim Kunden und nicht zuletzt schnelle Reaktionszeiten stehen beispielhaft für jene Effizienz und Produktivitätsbeschleunigung, die Igus seinen Kunden durch das Readychain-Konzept ermöglicht. Und das nicht nur auf Deutschland beschränkt: Readychain-Stützpunkte an den verschiedenen Produktionshotspots der Welt – in China, den USA, Taiwan, Brasilien, Indien, Japan und Südkorea ebenso wie in Südafrika, Großbritannien, Polen, Italien und Spanien – garantieren eine gleichbleibend hohe Qualität, schnelle Verfügbarkeit und einheitliche Stücklisten, was für Kunden auf der ganzen Welt und vor allem für global agierende Unternehmen sowohl die Montagezeit als auch den Logistikaufwand und den Beschaffungsprozess optimiert.

Erschienen in Ausgabe: 01/2019