22. JANUAR 2019

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Perfekte Kurvennähte


Fertigungsautomation

Nähroboter - Ein renommierter Hersteller von Nähautomaten setzt jetzt erstmals einen Sechsachs-Roboter für anspruchsvolle Nähapplikationen im Bereich Automobil-Interieur ein. Die neue Technologie erlaubt die Realisierung besonders hochwertiger Designs mit parallel verlaufenden Kurvennähten.
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Die KMF Maschinenbau GmbH in Schwäbisch-Gmünd ist bereits seit 1973 auf die Herstellung von Nähautomaten spezialisiert. Zählten beim Unternehmensstart in erster Linie Bekleidungshersteller zum Kundenkreis, kommt die Nachfrage heute vorwiegend aus dem Automobilsektor – einem Klientel, das höchste Ansprüche an die Qualität stellt.

Dietmar Kuhn, Betriebsleiter bei KMF, spezifiziert die Anforderungen: »Bei parallel verlaufenden Ziernähten an Ledersitzbezügen für Premiumfahrzeuge gelten Toleranzen von einer halben Fadenstärke. Bei einem 0,4 Millimeter starken Faden bedeutet das eine Genauigkeit von 0,2 Millimeter. Aus diesem Grund sind diese hochwertigen Kurvennähte im Parallelverlauf in Handarbeit kaum oder gar nicht herstellbar.« Hinzu kommt, dass gut ausgebildete Näherinnen, die sich dem Stress durch höchste Konzentration bei Akkord- und Schichtarbeit aussetzen, nur schwer zu finden sind. Um Kundenwünsche aus der Automobilindustrie nach dieser hochwertigen Optik erfüllen zu können, sind stets neue, innovative Lösungen gefragt. Unter dem Diktat von Qualität und Wirtschaftlichkeit sieht man bei KMF ein gigantisches Potenzial in der Robotik, um zu prozesssicheren Lösungen zu kommen. Das Unternehmen verfügt bereits über Robotikerfahrung beim automatischen Applizieren von Sprühklebern auf Polster und nutzte dieses Know-how für die Entwicklung der robotergestützten Nähtechnik.

Schnelle und präzise Sechsachs-Roboter gefragt

Bei der Auswahl eines geeigneten Roboters spielten die Kriterien Dynamik, Reichweite und Präzision eine entscheidende Rolle. Da die Toleranz am fertigen Teil 0,2 Millimeter beträgt und das Naturmaterial Leder bestimmten Schwankungen unterliegt, sollte es ein Sechsachser mit einer Wiederholgenauigkeit sein, die um etwa eine Zehnerpotenz besser ist. Zudem legte KMF großen Wert auf einen Roboterhersteller mit einem globalen Netzwerk, da die Nähautomaten zu über 75 Prozent in den Export gehen.


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Ausgabe:
aut 08/2018
Bilder:
Bild: Yaskawa
Bild: Yaskawa
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