22. JANUAR 2019

zurück

kommentieren drucken  

Nichts mehr von der Stange


Elektroautomation

Zykloidgetriebe - Welches Getriebe brauche ich für meine Anwendung? Diese Frage lässt sich immer schwerer beantworten, da die Systeme komplexer werden. Damit spielen Engineering Services eine zunehmend wichtige Rolle. Nabtesco hat reagiert und baut seine Manpower weiter aus. Gemeinsam mit Kunden realisiert der Hersteller individuelle Projekte.
Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  

Customizing liegt im Trend. Ob Robotik, Handling, Medizintechnik, Werkzeugmaschinenbau oder Fahrzeugtechnik: Immer öfter kommen keine Standardprodukte »von der Stange« zum Einsatz, sondern speziell angepasste, applikationsspezifische Sondergetriebe. »Wir beobachten in diesem Zusammenhang noch eine weitere Veränderung«, sagt Daniel Obladen, Head of Sales General Industries bei Nabtesco Precision Europe.

»Der Bedarf an Support im Engineering-Bereich steigt enorm. Früher wussten die Kunden ganz genau, was sie wollten und brauchten. Heute leisten wir bereits bei der Auswahl des richtigen Produkts verstärkt Unterstützung.« Die Gründe dafür sind durchaus vielfältig: Die Applikationen werden immer komplexer, die Produktpaletten umfangreicher und die Entwicklungszyklen kürzer. »Eine Ursache sehe ich auch im allgemeinen Wandel, wie wir heute lernen und uns Informationen beschaffen«, berichtet Obladen.

»Niemand hat mehr die Zeit, sich intensiv in die einzelnen, teilweise sehr komplizierten Technologien einzuarbeiten. Service und Beratung sind daher heute wichtiger denn je. Der Kunde möchte sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren und erwartet von uns schnelle Lösungen, eine fachkundige Betreuung sowie eine konstruktive Zusammenarbeit – und das völlig zu Recht.« 

Ziel: Serienfertigung

Nabtesco trägt dieser Entwicklung Rechnung und plant, seine Manpower im Bereich Engineering weiter zu verstärken. Als Systemanbieter kompletter elektromechanischer Antriebslösungen möchte das Unternehmen seine Kunden optimal betreuen – und dazu gehört nicht nur die Lieferung des Getriebes, sondern auch das entsprechende Engineering. »Entgegen dem Trend, im Servicesektor Chatbots und Künstliche Intelligenz einzusetzen, investieren wir daher in Ingenieure, die aktiv mit dem Kunden zusammenarbeiten«, erklärt der Vertriebsleiter.

»Dabei konzentrieren wir uns auf das, was wir können – und das sind Zykloidgetriebe.« Mehr als acht Millionen Präzisionsgetriebe des japanischen Herstellers mit Europazentrale in Düsseldorf sind inzwischen weltweit im Einsatz. Überall, wo es auf exaktes Positionieren und absolute Zuverlässigkeit ankommt, spielen die Getriebesysteme ihre Stärken aus. Vor allem aus der Robotik sind die leistungsstarken Zykloidgetriebe nicht mehr wegzudenken.


Mehrseitiger Artikel:
1 2 3 4  
Ausgabe:
aut 07/2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Nabtesco Precision Europe GmbH
Bild: Nabtesco Precision Europe GmbH
Bild: Nabtesco Precision Europe GmbH

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Drehgeber mit integrierter Profibus-DP-Schnittstelle

Drehgeber mit integrierter Profibus-DP-Schnittstelle

Absolute Multiturn-Drehgeber gehören heute zur Standardsensorik in der Automatisierungstechnik. Sofort nach dem Einschalten der Anlage oder nach einer Störung steht die aktuelle Maschinenposition - ohne zeitaufwendige Referenzfahrt - zur Verfügung. » weiterlesen
Taktzeit halbiert

Taktzeit halbiert

ROBOTER - Wenn ein Investor über 500.000 Euro für eine Schweißroboter-Anlage ausgibt, dann muß diese Automatisierungslösung deutliche Vorteilen bieten. Reis Robotics hat mit einer solchen Anlage bei Zarges den »One-Pice-Flow« erreicht. » weiterlesen
Der Roboter als Etikettenkleber

Der Roboter als Etikettenkleber

POSITIONIEREN - Im malerischen Ort Grassau am Fuße der Alpen hat die Katek GmbH ein interessantes Einsatzgebiet für Kleinroboter-Systeme gefunden: In der Leiterplatten-Produktion plazieren Knickarm-Roboter von Mitsubishi Electric Barcode-Etiketten auf die Baugruppen. Dabei müssen pro Leiterplatte bis zu acht solcher Code-Träger exakt positioniert werden. Schon nach eineinhalb Jahren waren die Kosten für die Etikettieranlage amortisiert. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben