22. JANUAR 2019

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"Ein Roboter muss schaffe!"


Meinung (Interview)

Dr. Michael Klos - Auf der automatica wird die Mensch-Roboter-Kollaboration zusammen mit Industrie 4.0 wieder ein großes Thema sein. Man könnte meinen, dass die klassische Robotik ausgedient hat. Der General Manager der Robotics Division der Yaskawa Europe GmbH nimmt im Interview Stellung zur Frage, wo der Einsatz kollaborativer Roboter wirklich Sinn ergibt.
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Herr Klos, geht ohne MRK in der Robotik bald garnichts mehr?

Alle mögen natürlich die neue und schöne Idee, dass Mensch und Roboter Hand in Hand zu-sammen arbeiten können, und das Zusammenführen und sinnvolle Auswerten gemeinsamer Betriebsdaten ist ja auch Ziel der Industrie 4.0. Immer noch wird der Eindruck versucht zu vermitteln, dass die MRK die Old-School-Roboter-Technologie ablösen wird. Aber die Tauglichkeit eines Roboters als flexibles Automatisierungselement im Industrie-4.0-Umfeld ist zunächst einmal völlig unab-hängig davon, ob ein Roboter MRK-fähig ist oder nicht.

Auf was kommt es Ihrer Meinung nach dafür denn an?

Entscheidend ist aus meiner Sicht die Möglichkeit, Roboter in das Kommunikationsumfeld künftiger Industrie-4.0-Produktionen einzubinden. Und da sind Roboter, kollaborativ oder nicht, als smarte Technologiekomponenten heute schon weit vorn. Auf Messen sieht man zudem immer mehr vernetzte Softwaretechnologie zur intelligenten Datenauswertung, um Asset Management, Betriebszustandsüberwachung oder Vorbeugende Wartung realisieren zu können. Kleinere Unternehmen werden diese Software gern einsetzen, wenn sie nicht nur auf den Roboter isoliert und zugeschnitten ist, sondern auch die Produktionszellen- oder Linienebene abdeckt.
Große Unternehmen arbeiten an eigenen Softwarelösungen, sie brauchen den Roboter als Datenlieferant. Sie werden sicher die Initiative des VDMA Robotik + Automation begrüßen, für die Robotik auf Basis von OPC-UA-Standardmodelle zur komponenten- und steuerungsübergreifenden Kommunikation vorzustellen.

Wie kam es eigentlich zu diesem MRK-Hype?

Den Erfolg der MRK haben kollaborative Leichtbauroboter begründet, die durch ihre Leistungsgrenzen und ihre geringe Geschwindigkeit per Design keine Gefahr für den Menschen darstellen, und damit für die schutzzaunlose Fertigung geeignet sind. Sie waren eigentlich für eher simple, taktzeitunkritische, schnell umrüstbare Handling-Anwendungen gedacht, wo man herkömmliche Industrieroboter bisher nicht sinnvoll einsetzen konnte. Es ist ein Verdienst dieser Leichtbauroboter, dass mancher unbedarfte Anwender, der bisher nicht viel mit Robotern zu tun hatte, die Robotik für sich neu entdeckt hat. Das ist ansteckend und hat Branche und Anwender gleichermaßen inspiriert, sehr viel mutiger neue Robotik-Herausforderungen, insbesondere in der Montage, Handhabung und Qualitätskontrolle anzugehen.


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Ausgabe:
AUT AM 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Yaskawa Europe GmbH
Bild: Yaskawa Europe GmbH

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