22. JANUAR 2019

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1A-Starthilfe


Elektroautomation

Gasfedern - Mit Skicross und Skisprung waren zwei spektakuläre Sportarten bei den Olympischen Spielen vom 9. bis 25. Februar in Pyeongchang am Start. In beiden Disziplinen kommen Lösungen von ACE Stoßdämpfer an deutschen und österreichischen Olympiastützpunkten für das Starttraining zum Einsatz. Und auch hier beweist das Langenfelder Unternehmen, wie gut sich auch bestehende Konstruktionen in Windeseile noch optimieren lassen.
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Skicross ist das BMX-Fahren der Winterspiele: Hart, spektakulär und voll im Trend. Der Kampf Mann gegen Mann oder Frau gegen Frau entscheidet sich oftmals bereits auf den ersten Metern. Denn Überholmanöver sind beim Skicross auf anspruchsvollen Strecken voller Steilkurven und Sprünge alles andere als einfach. Aus diesem Grund wird die Startphase gerade in den Sommermonaten immer und immer wieder einstudiert. Um hohe Wiederholungszahlen in einem Minimum an Zeit zu ermöglichen, gibt es hierfür Trainingsgeräte, die an Kraftmaschinen in Fitnessstudios erinnern.

Ein solches Gerät haben auch Mitarbeiter unter der Leitung von Prof. Christian Raschner am Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck hergestellt. Nach einer Planungsphase entstand ein erster Prototyp, der optisch an ein Bettgestell auf Rollen erinnert. Anstelle eines Lattenrosts ist in seiner Mitte eine Platte mit Skibindungen befestigt. Außerdem ist noch ein Schlitten angebracht, der entlang der Längsseiten verfährt und der auf beiden Seiten einen guten Meter in die Höhe ragt. An seinem vertikalen Ende sind zwei Griffe montiert, mit denen der trainierende Skifahrer den 36 Kilogramm schweren Schlitten nach hinten wegdrücken kann.

Testlauf mit Problemen

Als Testpersonen am Institut für Sportwissenschaft Innsbruck das Startgerät erstmals nutzten, gab es Probleme mit der Konstruktion: Zum einen raste der Schlitten mit einer solchen Wucht in die Endlage, dass über kurz oder lang mit Schäden zu rechnen war. Zum anderen musste während der ersten Tests eine zweite Person beim Halten mithelfen, damit sich das Trainingsgerät nicht selbstständig machte. An diesem Punkt des Projekts wurde die ACE Stoßdämpfer GmbH eingeschaltet.

Im Rahmen der technischen Beratung wurde vorab die kinetische Energie, die von den beiden Dämpfern absorbiert werden muss, berechnet. Auf Basis dieser errechneten Energie wählte der am Institut für Sportwissenschaft in Innsbruck maßgeblich an diesem Einsatzfall arbeitende Sportwissenschaftler und gelernte Maschinenschlosser Mario Lazzeri zum Schutz der Endlagen zwei ACE-Industriestoßdämpfer des Typs MA4575EUM aus, wovon jeder einzelne 1.300Nm pro Hub aufnehmen kann und somit ausreichende Sicherheitsreserven bietet. Zur innovativen Magnum-Familie gehörend, sind die eingangs genannten Anforderungen für diese Art von Konstruktionselement kein Problem. Bei einem Eigengewicht von 1,6 Kilogramm sind die Maschinenelemente in der Lage, effektive Massen in einem Bereich von 70 bis 15.000 Kilogramm abzubauen und das bei einer Kolbenrückstellzeit von gerade einmal 0,11 Sekunden.


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Ausgabe:
AUT AM 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
© ACE Stoßdämpfer
Bild: Andres Passwirth/Wikipedia
Bild: Universität Innsbruck, Institut für Sportwissenschaft
Bild: ACE Stoßdämpfer GmbH
Bild: ACE Stoßdämpfer GmbH

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