27. MAI 2018

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Wo der Industrieroboter versagt: Mit Cobots kostengünstig und flexibel automatisieren


Kollaborative Roboter haben sich für die Fertigungsindustrie zu einer echten Alternative entwickelt, wenn es darum geht, Arbeitsschritte zu automatisieren, bei denen der Einsatz traditioneller Industrieroboter nicht möglich oder unwirtschaftlich ist.

Im Gegensatz zu seinen schwergewichtigen Kollegen, die festverschraubt hinter einem Sicherheitszaun meist über Jahre hinweg dieselbe Aufgabe ausführen, ist ein Cobot ein echtes Chamäleon. Nach Bedarf lässt er sich in der Produktion hin und her rollen und kommt dank hochsensibler Sensoren, die jede Berührung registrieren und den Bewegungsablauf umgehend stoppen, ohne Käfig aus. Binnen Minuten lernen Cobots neue Arbeitsschritte und können dadurch flexibel an unterschiedlichen Stationen entlang der Produktionslinie eingesetzt werden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Kollaborative Roboter geben Unternehmen die Möglichkeit, dynamisch auf Nachfrageschwankungen, individuelle Kundenanforderungen und strukturelle Herausforderungen wie den Fachkräftemangel zu reagieren.

 

Auch mit Blick auf die Anschaffungskosten können Cobots im Vergleich zu traditionellen Industrierobotern punkten. Das hat für Unternehmen den Vorteil, dass sie mit einem überschaubaren Investment ihre Produktivität steigern können. Das macht kollaborative Roboter nicht zuletzt für KMUs und Unternehmen interessant, die beim Thema Automatisierung noch ganz am Anfang stehen und den Einsatz von Robotern in der eigenen Fertigung erst einmal ausprobieren wollen, ohne sich dabei finanziell zu weit aus dem Fenster zu lehnen.

 

Folgekosten bedenken

Abgesehen von den Anschaffungskosten sollten aber auch etwaige Folgekosten in die Kalkulation miteinfließen. Hier gibt es unter den Cobot-Anbietern durchaus Unterschiede. Nachträglich zu Buche schlagen können beispielsweise Kosten für Wartung und Instandhaltung sowie zusätzliches Equipment wie Kamerasysteme oder Endeffektoren, die je nach Applikation auf den Roboterarm aufgesteckt werden. Nicht selten kommt es hierbei zu Inkompatibilitäten zwischen den Systemen, die die Implementierung erschweren. Bei manchen Cobots empfiehlt der Hersteller zudem den vorsorglichen Erwerb und die Einlagerung von Ersatzteilen – ein zusätzlicher Kostenpunkt. Demgegenüber stehen vollintegrierte Cobot-Lösungen, die als Paket angeboten werden. Der US-amerikanische Cobot-Hersteller Rethink Robotics verfolgt diesen ganzheitlichen Ansatz. Der kollaborative Roboter Sawyer verfügt über eine integrierte Kamera, mit der er Objekte zuverlässig erkennen und differenzieren kann. Externe Bildverarbeitungsprogramme lassen sich leicht einbinden. Sawyer kommt dabei bis zu 30.000 Betriebsstunden ohne Wartung aus. Er verfügt über ein Set aus unterschiedlichen Endeffektoren, die ohne vorherige Programmierung auf den Roboterarm aufgebracht werden können. Dank der sogenannten ClickSmart-Technologie erkennt das System den jeweiligen Greifer automatisch und nimmt die passenden Konfigurationen vor. Der Cobot kann somit ohne aufwendiges Umprogrammieren für wechselnde Applikationen innerhalb der Fertigung eingesetzt werden. So sparen Unternehmen nicht nur Zeit bei der Implementierung, sondern auch Wartungs- und Folgekosten.

 

Software-Updates garantieren Investitionssicherheit

„Auch wenn die Anschaffungs- und Betriebskosten bei kollaborativen Robotern wie Sawyer vergleichsweise überschaubar sind, bleibt Investitionssicherheit für Unternehmen ein wichtiges Thema“, so Darius Wilke, Director European Business bei Rethink Robotics. „Eine Anschaffung fällt umso schwerer, wenn man befürchten muss, dass die Technologie, für die man sich entschieden hat, in absehbarer Zeit bereits wieder überholt ist. Erwirbt man dagegen ein Produkt, das laufend aktualisiert und für neue Anforderungen angepasst wird, bleibt man technisch auf dem aktuellen Stand und spart Kosten für die Anschaffung von Nachfolgeprodukten.“ Bei den kollaborativen Robotern von Rethink Robotics bildet das Betriebssystem Intera den Schlüsselfaktor, der Sawyer zukunftssicher macht. Durch regelmäßig Software Updates wird der Cobot laufend optimiert und um zusätzliche Features erweitert, ohne dass für den Kunden zusätzliche Kosten entstehen. Seit Neuestem haben Fertigungsbetriebe zum Beispiel die Möglichkeit, Leistungs- und Produktionsdaten in Echtzeit über das On-Board Display von Sawyer abzurufen und für Analysen und schnelle Produktionsentscheidungen zu nutzen. Unternehmen profitieren somit nicht nur von dem Mehrwert, den der Cobot ihnen bereits heute bietet, sondern sind auch mit Blick auf kommende Innovationen zukunftssicher aufgestellt.

Datum:
25.01.2018
Unternehmen:
Bilder:
Rethink

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