22. JANUAR 2019

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"Die Grenzen lösen sich auf"


Meinung | Interview: Daniel Bakovic

Der Bereichsleiter Advanced Development von Pilz beschäftigt sich im Unternehmen schon seit 2009 mit dem Thema Robotik. Im exklusiven Interview spricht er mit automation-Redakteurin Marie Christin Wiens über das Engagement und Trends im Bereich Service-Robotik sowie über Vorteile von Standards bei der Entwicklung von Robotersteuerungen.
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Herr Bakovic, wohin geht die Reise bei der Robotik?

Genau wie in der Automatisierung werden in der Robotik flexible Lösungen nachgefragt – kompakte, vielseitige Assistenten statt massive Montageroboter. Bisher waren Service- und Industrierobotik aus Normungssicht nicht vereinbar. Diese Grenzen lösen sich aber zunehmend auf, und beide Bereiche verzeichnen steigende Wachstumszahlen. Zudem werden verstärkt Cobots eingesetzt und der Trend der sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration setzt sich fort. Darüber hinaus beobachten wir, dass die Themen Mobilität und Autonomie, beispielsweise im Bereich der Intralogistik, an Bedeutung gewinnen.

Wo sehen Sie die Potenziale für sich als Anbieter sicherer Automatisierungslösungen?

Aktuell gibt es noch keinen sicheren Roboter, aber man kann eine Roboterapplikation sicher gestalten. Dabei kommt sichere Sensorik zum Einsatz. Pilz bietet dafür ein umfangreiches Portfolio von sicheren Schutztürsystemen sowie Lösungen in der 2D- und 3D-Sensorik. Ergänzt wird das Produktprogramm von einem umfassenden Dienstleistungsportfolio, das auf den individuellen Lebenszyklus eines Robotersystems zugeschnitten ist: von der Analyse der Applikation bis hin zur Risikobewertung und CE-Kennzeichnung. Wir sind damit ein Technologieunternehmen, das komplette Lösungen für die sichere Robotik anbietet.

Sie haben auf der automatica Ihren Baukasten für Servicerobotik vorgestellt. Damit wollen Sie etwa Entwickler unterstützen, die aus den Modulen einen Roboter zusammensetzen können. Wie war die erste Reaktion?

Mit unserer Applikation auf der automatica haben wir die vielfältigen Einsatzgebiete der Pilz-Service-Robotik-Module gezeigt – von der Pick-and-Place-Anwendung hin zum mobilen Einsatz. Auf die Servicerobotik-Module und unsere Messeapplikation haben wir eine sehr positive Rückmeldung bekommen. Einige waren überrascht, dass wir nun eine Lösung in der Robotik anbieten, und waren neugierig, wie unser Angebot aussieht.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für den Aufbau dieses Geschäftsfeldes entschieden?

Wir statten bereits seit vielen Jahren Robotikanwendungen mit unseren Lösungen aus den Bereichen Sicherheitssensorik und Steuerungstechnik aus. Zudem haben wir uns in der Robotik und insbesondere im Gebiet der Mensch-Roboter-Kollaboration ein großes Know-how angeeignet. Das spiegelt sich in den Dienstleistungen und Schulungen von Pilz wider. Mit den Servicerobotik-Modulen schließen wir nun eine Lücke in unserem Portfolio, um dem Kunden alles aus einer Hand bieten zu können. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine einfache Automatisierungslösung handelt oder um eine komplette Servicerobotik-Applikation.


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Ausgabe:
aut 08/2018
Unternehmen:
Bilder:
Bild: Pilz
Bild: Pilz

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