22. JULI 2018

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Fertigungsautomation

Software - Der sichere Betrieb von Robotern erfordert keine Schwarz-Weiß-Entscheidung in Sachen Schutzzaun. Zwar hat das Thema »kollaborative Arbeitsplätze« nicht zuletzt durch die grünen Roboter von Fanuc an Bedeutung gewonnen. Aber schon sichere DCS-Software-lösungen können eine Alternative sein.
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Für eine sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter hat Fanuc gleich mehrere Pfeile im Köcher. Da sind zum einen kollaborative Roboter der CR-Serie. Sie sind derzeit die Stars auf Messen, Foren und Kongressen. Zum anderen hat Fanuc auch eine softwarebasierte Lösung mit dem »Dual Check Safety«-System, kurz DCS. Das stoppt nach entsprechenden Vorgaben selbst 1.350-Kilogramm-Roboter an gemeinsam mit Menschen genutzten Arbeitsplätzen.

Zunächst die kollaborativen Roboter: Wie auf der Webseite von Fanuc doukumentiert, setzt ein Automobilzulieferer in seinem Schwandorfer Werk Fanuc-Roboter CR-35iA in der Produktion ein. Dort werden Träger für Sicherheitsbügel von Cabrios produziert. »End of the Line« wird die Funktion dieser Baugruppe dann getestet. Da das Trägersystem des Sicherheitsbügels mechanisch arbeitet, lässt sich die Funktion an jedem Bauteil mehrfach prüfen. Die gesamte Baugruppe wiegt um die 14 Kilogramm – über die ganze Schicht ein Kraftakt im manuellen Betrieb.

Solange die Scanner im Umfeld des Roboters keine Person detektieren, darf der CR-35iA mit »Vollgas«, in diesem Fall 750 Millimeter pro Sekunde, in der automatisierten Bewegung fahren, um das fertige Teil in einem Gestell abzulegen. Im Zugriffsbereich des Be-dieners sind es maximal erlaubte 250 Millimeter pro Sekunde. Inzwischen haben sich auch schon Kunden aus der Automobilindustrie über den CR-35iA vor Ort erkundigt und Informationen über den Robotereinsatz eingeholt.

Diverse Einsatzszenarien

Recherchen von automation haben ergeben, dass ein kollaborativer Roboter dieses Typs auch in Österreich schon seine ersten Produktionsschichten bei einem Motorenhersteller absolviert hat – auch das ist ein Beispiel für einen innovativen und technologieorientierten Mittelstand. Noch ein Mosaikstein: Der Salzburger Werkzeugmaschinenhersteller Emco zeigte auf der vergangenen AMB in Stuttgart eine automatisierte Fertigungslösung zur Komplettbearbeitung von Teilen mit Dreh- und Fräsbearbeitung. Mit dabei war ein kollaborativer Roboter (CR-35iA) von Fanuc. Im vollautomatischen Betrieb nimmt dieser Fahrt auf und erreicht 750Millimeter pro Sekunde. Betritt ein Mensch den Sicherheitsbereich, geht der Roboter automatisch in den kollaborierenden Modus mit 250 Millimeter pro Sekunde über.

Ein weiteres Highlight ist der Einsatz eines kollaborativen Roboters beim Motorsägenhersteller Stihl. Dort entlastet der CR-35iA Mitarbeiter an der Verpackungslinie für Trennschleifer. Hier ist es die Aufgabe des Roboters, aus der Montage kommende Trennschleifer von einem Hängeförderer zu nehmen, die sogenannte Schüttelpüfung vorzunehmen und ihn so lange zu halten, bis auch die letzte Sichtprüfung positiv absolviert ist. Anschließend setzt der Roboter den Trennschleifer in einen bereitstehenden Versandkarton. Da ein solcher Trennschleifer rund zehn Kilogramm wiegt, summiert sich die zu handhabende Masse auf rund acht Tonnen pro Schicht und Mitarbeiter. Die werden also durch den Roboter ganz erheblich entlastet.


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Ausgabe:
aut 09/2017
Unternehmen:
Bilder:
Fanuc

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