22. JULI 2018

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Neuausrichtung


Fertigungsautomation

Thomas Ernst, Johannes Linden - Die Geschäftsführer der PIA Automation Holding GmbH erklären im exklusiven Interview mit automation, welche Chancen und Herausforderungen in der Neuausrichtung der Firmenstruktur hin zu einer Automatisierungsgruppe liegen.
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Herr Linden, in Ihrem Unternehmen gibt es aktuell große Bewegung. Skizzieren Sie bitte die Entwicklungen rund um die Umformung des Unternehmens hin zu einer eigenständigen Automatisierungsgruppe.

Die Preh IMA Automation entstand 2014 durch die Verbindung des Bad Neustädter Betriebsmittelbaus von Preh mit der Amberger IMA Automation. Das Leistungsspektrum der beiden Unternehmen ergänzte sich gut, es gab kaum Überschneidungen bei Kunden. 2015 und 2016 kamen die Standorte in Ningbo, China, und Evansville, USA, zur Gruppe, mit dem Ziel, ein internationales Unternehmen zu bilden. Durch den Zusammenschluss mit der österreichischen M&R Automation mit weiteren sechs Standorten in diesem Jahr wurde das Produktportfolio von PIA perfekt ergänzt und die Größe erreicht, eine unab- hängige Automatisierungsgruppe unter dem Dach des Mehrheitseigner Joyson formieren zu können. Da in der Automatisierung andere Zyklen herrschen als in der Serienfertigung, war es wichtig und richtig, PIA aus der Preh-Gruppe zu lösen und als eigenständige Gruppe aufzustellen.

Welche Zielsetzung verfolgen Sie mit diesen Veränderungen?

Linden: Die neue PIA-Automation-Gruppe ist heute in der Lage, als Systemlieferant Lösungen für die Automatisierung von sehr kleinen bis sehr großen Teilen anzubieten. Das bedeutet ein verbessertes und umfassendes Produkt- und Leistungsangebot für unsere Kunden. Durch die globale Aufstellung der Gruppe können wir durch Ressourcenverteilung flexibler reagieren und unsere Reaktionszeit verringern, nicht nur im Service sondern auch in der Produktion. Durch unsere internationalen Niederlassungen sind wir jetzt da, wo unsere Kunden sind.

Wie geht es mit der Integration der jüngsten Akquisition voran?

Linden: Die Neuausrichtung aller Standorte ist in allen Bereichen in vollem Gange. Es geht ja nicht allein um die Eingliederung von M&R. Am 1. Juli 2017 wurden alle Standorte aus dem bisherigen Preh-Verbund herausgelöst und treten nun ab dem 01.01.2018 als PIA Automation auf. Auf der Vertriebsebene funktioniert die standortübergreifende Zusammenarbeit sehr gut, die ersten »Cross-selling«-Projekte konnten bereits realisiert werden. Die nächsten großen Ziele sind die Bildung einer eigenen IT-Landschaft und das Roll-out eines eigenen SAP-Systems auf alle Standorte.

Welchen Stellenwert haben für PIA Automation der deutsche und europäische Markt und welche Tendenzen zeichnen sich ab?

Linden: Deutschland und Europa sind nach wie vor unsere Hauptmärkte, da unsere wichtigsten Kunden hier ansässig sind. Weil aber die meisten Kunden auch international aufgestellt sind, geht der Trend eindeutig in Richtung weltweiter Marktpräsenz. Insbesondere USA und China sind hier zu nennen. Das PIA-Werk in Ningbo ist derzeit die Nummer 4 in Sachen Umsatz aller PIA-Werke und wird sich wahrscheinlich in den nächsten Jahren zum umsatzstärksten Standort entwickeln.


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Ausgabe:
aut 09/2017
Unternehmen:
Bilder:
PIA Automation
PIA Automation

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