19. FEBRUAR 2019

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Bedeutung von Industrie 4.0 nimmt weiter zu


Fertigungsautomation

Jürgen Noailles - Seit November 2015 leitet der 39-jährige Geschäftsführer gemeinsam mit Monika Stein die Geschicke der Stein Automation GmbH & Co. KG in Villingen-Schwenningen. Im Interview spricht er über Ziele, Branchen- und Techniktrends sowie über die wachsende Bedeutung von Industrie 4.0.
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Herr Noailles, welche Ziele und Strategien verfolgen Sie als neuer Geschäftsführer von Stein Automation?

Es ist für mich sehr wichtig, den Bekanntheitsgrad der Firma Stein und unserer Werkstückträger-Transportsysteme zu steigern. Hier sehe ich enormes Potenzial, um den Markt noch stärker zu durchdringen. Unsere Lösungen arbeiten bereits in vielen Branchen sehr erfolgreich. Jetzt gilt es, dies auf breiterer Ebene bekannt zu machen und die Leistungsfähigkeit unserer Systeme für eine effiziente Montage stärker ins Bewusstsein zu rücken. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf gelebte Kundennähe. Konkret bedeutet dies, dass wir durch unsere Mitarbeiter noch aktiver am Markt präsent sind und unseren Vertrieb intensivieren. Das gilt nicht nur für Deutschland. Auch im Ausland, beispielsweise in Ländern der EU, sehen wir Potenzial. Deswegen wollen wir ein neues Händlernetz auf wichtigen ausländischen Märkten errichten. Unsere Produktpalette bietet ebenfalls noch Luft nach oben. Ich denke hier beispielsweise an höhere Tragfähigkeiten unserer Transportsysteme und eine weitere Optimierung der Steuerung.

Wie bewerten Sie die momentane konjunkturelle Situation in Ihrer Branche?


Generell werte ich die momentane Situation als positiv. Unsere Herausforderung liegt darin, dass wir eventuell auftretende Schwankungen für das Unternehmen verträglich ausbalancieren. Das sollte uns aber recht gut gelingen, denn wir sind breit aufgestellt. Das gilt für die Verteilung nach Branchen ebenso wie nach Ländern.

In welchen Branchen und Bereichen sehen Sie noch Einsatzpotenzial für Ihre Lösungen?

Aus unserer Sicht bietet insbesondere die Medizintechnik noch viele Möglichkeiten. Sie ist nach wie vor Wachstumsmarkt und zeigt sich in guter Verfassung. In dieser Branche müssen oft empfindliche Güter zuverlässig zu den Montageplätzen transportiert werden. Dafür eignet sich das von uns entwickelte System Softmove. Es bewegt solche Werkstücke schonend und verhindert zuverlässig Kollisionen und Schäden. Softmove ist vielseitig einsetzbar und eignet sich auch für den prozesssicheren Transport sperriger und schwerer Bauteile.

Branchenübergreifend sehe ich ein weiter ansteigendes Datenaufkommen. Relevante Fakten müssen erfasst, bewertet und gespeichert werden. Außerdem steigt die Interaktion zwischen den Prozessbeteiligten. Die Bedeutung von Industrie 4.0 nimmt weiter zu. Auch hier ist Stein gut aufgestellt und ein Vorreiter: Bereits seit 1992 sind wir mit unserer Steuerung einer der führenden Anbieter von intelligenten Lösungen. Dieser Bereich wird kontinuierlich wachsen.


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aut 04/2016
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