Im Robo-Labor

Wer sich einen Eindruck von der künftigen Industrie 4.0 verschaffen will, sollte dem Forschungslabor „Work-Life-Robotics“ der Hochschule Offenburg einen Besuch abstatten. Der Sensorhersteller SensoPart Industriesensorik unterstützt die Robotik-Projekte.

28. Mai 2019
Im Robo-Labor
Im Labor für Work-Life-Robotics an der Hochschule Offenburg werden Anwendungen mit kollaborativen Robotern entwickelt und erprobt. Leiter des Forschungsbereichs ist Prof. Dr.-Ing. Thomas M. Wendt (2. v. rechts). SensoPart unterstützt das Labor mit Geräten und Knowhow. (Bild: SensoPart Industriesensorik GmbH)

In dem technisch umfassend ausgestatteten Labor von Professor Thomas Wendt am Hochschul-Standort Gengenbach sind Robotik- und Automatisierungsanwendungen zu sehen. Ein Beispiel sind sogenannte „kollaborative Roboter“, die Hand in Hand mit menschlichen Mitarbeitern arbeiten und dabei von programmierbaren Industriekameras, sogenannten Vision-Sensoren, gesteuert werden.

SensoPart hat dem Hochschullabor je eine S/W- und eine Farbkamera zur Verfügung gestellt. Das Labor verfügt außerdem über sechs Robotersysteme und Industriesteuerungen (SPS) verschiedener Hersteller sowie eine Pick-and-Place-Anlage, in der das Aufnehmen und Positionieren von Teilen „trainiert“ werden kann.

„Mit dieser Ausstattung ist unser Labor in der Region einzigartig“, betont Wendt. „Die Unterstützung von SensoPart ist dabei sehr wertvoll für uns.“ Neben dem Professor sind zurzeit vier Doktoranden, sieben Tutoren sowie neun weitere Studierende in verschiedenen, anwendungsnahen Projekten tätig.

Ein aktuelles Projekt, in dem auch ein Vision-Sensor von SensoPart zum Einsatz kommt, ist der Aufbau einer Fertigungszelle zu Schulungszwecken, bei dem das Handling von Gegenständen im Zusammenspiel von Roboter, Sensor, SPS und Pick-and-Place-Anlage erprobt und optimiert werden soll. Die Roboter werden dabei von Hand an Stellen geführt, wo sie eine Aktion – wie das Aufgreifen eines Bauteils – durchführen sollen.

Der Vision-Sensor erkennt die Positionen und überträgt diese automatisch in die Robotersteuerung. Auf diese Weise wird das „Anlernen“ der Roboter vereinfacht.

Begleitet wird die Arbeit im Forschungslabor durch eine Vorlesung zum Thema Automatisierung und Robotik – künftig soll dies sogar ein eigener Schwerpunkt im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen werden. Auch ein Wahlpflichtfach „Workshop Robotik“ ist angedacht.

Studierende, die auf diese Weise fit für die Industrieautomation gemacht werden, sind wiederum für Unternehmen interessant. „Wir sind immer auf der Suche nach fähigen Absolventen“, bestätigt SensoPart-Sprecher Bernd Eckenfels. „Deshalb freuen wir uns, dass Professor Wendt und sein Team bei der Hausmesse anlässlich unserer Jubiläumsveranstaltung im Juni zu Gast sein werden.“

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