Igus stellt Weichen für die Zukunft

Der Kölner Spezialist für Kunststoffe in bewegten Anwendungen schaut auf ein erfolgreiches vergangenes Geschäftsjahr zurück: Der Umsatz wurde um 18 Prozent deutlich gesteigert.

17. Mai 2016

Mehr und mehr Firmen weltweit vertrauen Kunststofflösungen für bewegte Anwendungen, weil sie die Kosten senken und die Lebensdauer erhöhen. Um es für Kunden noch einfacher zu machen, ihr individuelles motion plastics Produkt überall auf der Welt zu erhalten, investiert Igus bedeutende Mittel in die Digitalisierung und intelligente Vernetzung von Produkt, Service und Logistik.

 

Igus erzielte 2015 mit seinen motion plastics einen Umsatz von 552 Millionen Euro, ein Plus von rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom Gesamtumsatz wurden 55 Prozent in Europa, 27 Prozent in Asien und 18 Prozent in Amerika und Afrika erwirtschaftet. Der Grund: Hochleistungskunststoffe für die Bewegung bleiben weltweit stark nachgefragt. Wachstumsgaranten bleiben e-ketten, Leitungen und Gleitlagertechnik, aber auch relativ neue Bereiche wie Kugellager und Low-Cost-Automation nehmen weiter an Bedeutung zu. „Das Zeitalter der Kunststoffe für die Bewegung hat begonnen“, stellt Frank Blase, Geschäftsführer der Igus GmbH heraus. „motion plastics sind schmiermittel- und korrosionsfrei, wartungsarm und überzeugen in immer mehr Anwendungen durch geringes Gewicht, Langlebigkeit und Energieeffizienz, gerade auch gegenüber metallischen Lösungen.“

 

Die über 100.000 motion plastics Produkte können wie Gleitlager ein Einzelteil sein; den Großteil der Bestellungen machen allerdings individuell konfigurierte und gefertigte Baugruppen aus, wie zum Beispiel eine konfektionierte Energiekette mit 500 Einzelkomponenten und mehr. Jeder der 7.000 Aufträge pro Tag ist unterschiedlich. Eine komplizierte Herausforderung – besonders dann, wenn man wie igus ab 24 Stunden liefert.

 

Igus investierte im letzten Jahr stark in Produktinnovationen, ebenso wie in Service und Logistik – und setzt diesen Weg 2016 weiter fort. Zentrale Bedeutung kommt über alle Ebenen dem Ausbau der digitalen Prozesse zu. „In Zukunft ist ein Igus Produkt erst dann ein Igus Produkt, wenn es online konfigurier- und berechenbar ist und ab dann die gesamte Prozesskette automatisiert und digital unterstützt durchläuft – von der Auftragsverarbeitung über die Produktion bis hin zu Service“, beschreibt Frank Blase die Planungen. Wichtige Weichenstellungen in diese Richtung sind bereits getan: Schon heute hat der Kunde Zugriff auf über 30 frei verfügbare Online-Tools für die Konfiguration und Berechnung sowie 16 mobile Apps. Basis sind die Daten aus dem branchengrößten Testlabor, das auf nun 2.750 m² vergrößert wurde.

 

Mit den Investitionen in die digitale Infrastruktur ist Igus zudem in der Lage, beim Kunden direkt vor Ort eine Berechnung und Konfiguration durchzuführen, ein Angebot zu unterbreiten, das Produkt zu bestellen und es schnell zu erhalten. Dazu wurde der Außendienst flächendeckend mit Tablets und der firmeneigenen Engineering-Software ausgerüstet. Daneben stehen Kunden auch spezialisierte Teams in den 16 Produktbereichen sowie Berater in 13 Branchen zur Verfügung – vom Automobil- und Schiffsbau bis hin zur Agrar- oder Lebensmittelindustrie. Insgesamt stieg die Mitarbeiterzahl um 9 Prozent auf 2.950 Mitarbeiter, insbesondere im Außendienst um 17 Prozent für die persönliche Betreuung und Beratung vor Ort.