Montage

Hat sich gewaschen

Die 110 Liter fassende Trommel einer Industriewaschmaschine von Miele prozesssicher zu fügen, ist eine Aufgabe, die es in sich hat. Boden und Mantel der Trommel werden geclincht. Die Technik dazu stammt aus dem Baukasten von Tox Pressotechnik.

05. November 2018
Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG
(Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG)

Tox Pressotechnik konnte die Miele & Cie. KG, einen weltweit führenden Hersteller hochwertiger Haushalts- und Industriegeräte, überzeugen. In diesem Fall ging es um das zuverlässige und prozesssichere Verbinden der beiden Komponenten Trommelboden und -mantel aus Edelstahlblechen zur Trommel von Industriewaschmaschinen mit einem Trommelvolumen von 110 Litern.

Dafür orderte der Endkunde bei einem Hersteller von Sondermaschinen und Produktionseinrichtungen eine Rundtaktanlage. Für den Part »Edelstahlbleche verbinden« wurden die Blechbearbeitungs- und Blechverbindungstechnik-Spezialisten von Tox ins Boot geholt.

Diese schlugen nach Analyse des Bedarfs und der Rahmenbedingungen die Anwendung des Tox-Rund-Punkt-Blechverbindungsverfahrens vor und konzipierten eine Komplettlösung, die als anschlussfertiges Subsystem vom Sondermaschinenbauer in die Rundtaktanlage integriert werden konnte. Das Subsystem, in Gestalt einer betriebsbereiten Clincheinrichtung, basiert auf dem modularen Tox-Baukasten und besteht aus zwei Maschinenzangen mit hydraulischem Antriebszylinder, dem Rund-Punkt-Werkzeugset (Stempel und Matrize) zum Clinchen, einer Sprüheinrichtung vom Typ SP zum Beölen des Clinchwerkzeugs sowie der Prozessüberwachung CEP zur Qualitätssicherung.

Dokumentierte Qualität

Die Maschinenzangen weisen eine Rachentiefe von 35 Millimetern sowie eine Öffnung von 49Millimetern auf und sind für Presskräfte bis 100 Kilonewton ausgelegt. Das Verbinden der Bauteile Trommelboden und Trommelmantel geschieht durch getaktetes Setzen von 97 Rund-Punkten mit Durchmesser acht Millimeter. Geclincht wird mit einer Presskraft samt Niederhaltekraft von 75 Kilonewton. Die Matrizentiefe beträgt 1,2 Millimeter und das Kontrollmaß X (die Restbodenstärke im Clinchpunkt) 0,85Millimeter. Pro Clinchpunkt ergeben sich Kopfzug-/Scherzug-Festigkeiten von 2.300 beziehungsweise 2.700 Newton. Der Prozess wird überwacht. So erhält man eine reproduzierbare und dokumentierte Verbindungsqualität. 

Mit der Clincheinrichtung als anschluss- und betriebsbereitem Subsystem ergaben sich sowohl für das Unternehmen Miele als auch für den Sondermaschinenbauer wirtschaftliche und zeitliche Vorteile. Mit der durchgängigen Verwendung standardisierter Maschinenbau-, Antriebs-, Peripherie-, Steuerungs- und Prozessüberwachungs-Komponenten aus dem Tox-Baukasten ließ sich auch der Sondermaschinenbau kostengünstig bewerkstelligen. 

Erschienen in Ausgabe: 07/2018

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