Funkschaltgeräte werden netzwerkfähig

Nicht nur neue Funkschaltgeräte, sondern eine komplett neue Plattform für die Integration dieser Funkschalter in die IT-Plattformen der Anwender stellte der Steute-Geschäftsbereich „Wireless“ auf der SPS IPC Drives vor.

11. Dezember 2015
Die neuen Access Points bilden auf der Feldebene das Backbone des sWave.NET-Funknetzwerks. Bild: Steute
Bild 1: Funkschaltgeräte werden netzwerkfähig (Die neuen Access Points bilden auf der Feldebene das Backbone des sWave.NET-Funknetzwerks. Bild: Steute)

Auf der Feldebene ermöglicht das sWave.NET-Funknetzwerk die variable Kommunikation zwischen Funkschaltgeräten und Access Points, die ähnlich wie ein Router arbeiten. Sie empfangen die Signale der Funkschaltgeräte, bündeln sie und senden sie zum Beispiel per Ethernet oder WiFi an einen oder mehrere Applikationsserver.

Die Access Points werden verteilt im Sendebereich installiert und kommunizieren mit den Funkschaltgeräten. Pro Access Point können ca. 100 Funkschalter verwaltet werden. Wenn mehr Funksensoren in dem Funkbereich eines sWave.NET Access Points gebraucht werden, dann können weitere Access Points im System angemeldet werden. Setzt ein Schaltgerät eine Meldung ab, folgt es einer festgelegten Reihenfolge von Access Points. Wenn das Senden an den ersten Zugangspunkt scheitert, wird der zweite Access Point adressiert usw. Das gewährleistet eine sehr hohe Übertragungssicherheit.

Auf dem zugehörigen Applikationsserver läuft eine von Steute bereitgestellte Datenbank, die alle Informationen der Feldebene sammelt und entweder direkt oder über eine Middleware an die kundenseitige IT-Plattform (Enterprise Resource Planning/ERP, Betriebsdatenerfassung/BDE, Condition Monitoring/CMS, Lagerverwaltung/LVS….) weitergibt, bei Bedarf auch per Webservices an standortübergreifende IT-Systeme. Damit ist eine durchgängige Kommunikation vom einzelnen Funkschaltgerät bis in die oberen Ebenen der Unternehmens-IT gewährleistet.

sWave.NET nutzt ein außerordentlich stabiles und dennoch energiearmes Funkprotokoll im universell nutzbaren 868/915 MHz-Band, das die jeweilige Empfangseinheit mit hoher Zuverlässigkeit und Übertragungsqualität erreicht. Neben elektromechanischen Funkschaltgeräten wie zum Beispiel Positionsschalter, Fußschalter und  Zugschalter können auch Funksensoren wie Magnetschalter und Funkbediensysteme in sWave.NET-Netzwerke integriert werden.

Das sWave.NET-Netzwerk lässt sich sehr einfach über einen Web-Server für die jeweiligen Anforderungen konfigurieren. Die Datenbank kann ebenfalls an die individuellen Anforderungen und Wünsche des Anwenders angepasst werden.

Aus Sicht der Wireless-Experten von Steute repräsentiert sWave.NET den nächsten und logischen Entwicklungsschritt der Integration von Schaltgeräten in die industrielle Datenwelt. Die kundenspezifischen Netzwerklösungen mit eigenen Applikationsservern und proprietären Schnittstellen zur Unternehmens-IT bieten neue Möglichkeiten für den Informations- und Datenaustausch über die einzelnen Ebenen hinweg – in ganz unterschiedlichen Branchen und Anwendungen, auch in einer Produktionsumgebung, die nach den Grundsätzen von Industrie 4.0 gestaltet ist. Denn der durchgängige Informationsfluss ist eine zentrale Voraussetzung für die wirtschaftliche (teil-)automatisierte Fertigung von anspruchsvollen Produkten in kleinen Stückzahlen.