Für extremste Laborbedingungen

Europapremiere für den Stäubli TX60 in Stericlean-Ausführung

23. Februar 2010

Der Stäubli TX 60 Stericlean ist der erste Roboter weltweit, der dank einer speziellen Kapselung, der Ausführung besonders beanspruchter Teile in Edelstahl und einer speziellen Oberflächenbehandlung in sogenannten VHP-Umgebungen dauerhaft und zuverlässig arbeiten kann. Damit kann der schlanke Sechsachser Prozesse wie Sterilisieren, Dekontaminieren, Bestücken und dergleichen mehr in Isolatoren und Gloveboxen übernehmen.

Das schafft laut Stäubli völlig neue Möglichkeiten. Erstmals lassen sich Sterilisations- oder Dekontaminationsprozesse in Forschungslabors, der Medizintechnik, aber auch in Fertigung und Produktion automatisieren. Probleme mit manuell schlecht zugänglichen Stellen innerhalb der Glovebox gehören mit dem Roboter der Vergangenheit an. Dank seiner hohen Beweglichkeit erreicht der TX 60 Stericlean alle für die Sterilisation relevanten Positionen. Das macht die Prozesse nicht nur sicherer, sondern im Vergleich zur umständlichen manuellen Ausführung auch wesentlich schneller. Durch den Einsatz des Roboters wird auch das Personal weniger belastet. Dies gilt auch für die Produkte, da der Kontaminations-Risikofaktor Mensch vom Prozess abgekoppelt und damit ausgeschlossen wird.

Bei der Konzeption der Stericlean-Variante profitierten die Entwickler von der geschlossenen Struktur der TX-Roboterbaureihe, die für Reinraumeinsätze und Applikationen unter extremen Umgebungsbedingungen erste Wahl ist. „Die neue Technologie wird durch die starke Partnerschaft zwischen Stäubli, dem Systemintegrator und Endkunden weiter vorangebracht“, sagt Ronan Le Floc’h von Sanofi Aventis. „Wir haben bewiesen, dass Herausforderungen bei der Automatisierung von Prozessen in Isolatoren erfolgreich bewältigt werden können, wenn engagierte Partner die gleiche Strategie verfolgen und ihre Erfahrung - in der Automatisierung einerseits und Reinraumtechnik andererseits - einbringen.“

Stericlean-Roboter sind für eine große Palette von Produktionsanforderungen adaptierbar, von gefährlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen, über Impfstoffe bis hin zu Zellkulturen.