Für die Langstrecke

Fünf neue Modelle mit 10 GigE Vision konformer Schnittstelle zur Nutzung optischer Kabel erweitern die LX-Serie von Baumer. Die Kameras eignen sich für Applikationen, die eine hohe Bandbreite von 1,1 GB pro Sekunde über grosse Distanzen benötigen.

07. Mai 2019
Für die Langstrecke
Die neuen LX-Kameras mit 10 GigE Vision konformer Glasfaser-Schnittstelle ermöglichen eine hohe Datenübertragung von 1,1 GB/s in Verbindung mit Kabellängen bis 10 km. (Bild: Baumer Optronic GmbH)

Entsprechend dem eingesetzten SFP+ Moduls lassen sich Langstreckenlösungen bis zehn Kilometer realisieren – komplett ohne Medienkonverter, so das Unternehmen. Das spare in Kombination mit preiswerten Kabeln Systemkosten. Gleichzeitig werde der Systemaufbau vereinfacht und sehr flexibel. Die Serienproduktion der neuen Modelle mit drei, fünf, neun und zwölf Megapixel Auflösung startet im dritten Quartal.

Durch Verwendung der Glasfasertechnologie können Applikationen erschlossen werden, die aufgrund der Beschränkungen in der Kabellänge von beispielsweise 100 m bei Gigabit Ethernet bisher nur umständlich realisiert werden konnten, etwa in grossen Produktionsanlagen, im Transportwesen oder bei der Bewegungsanalyse im Sport.

Ein weiterer Vorteil für die industrielle Bildverarbeitung ist laut dem Anbieter die Unempfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Interferenzen, wie beim Einsatz direkt neben Motoren oder anderen Industriegeräten. So kann die Störempfindlichkeit der gesamten Applikation reduziert werden.

Die Kabel sind robust, flexibel in der Verlegung und können stark gebogen werden, so Baumer. Gegenüber der 10GBase-T Übertragung mittels Kupferkabel würde sie eine geringere Verlustleistung ausweisen, so dass weniger Abwärme entsteht und Kühlmassnahmen reduziert werden können. Durch die Unterstützung von IEEE 1588 arbeiten die LX-Kameras in Multi-Kamera-Systemen zeitsynchron.

Die 10 GigE Modelle der LX-Serie sind geeignet für anspruchsvolle Inspektionsaufgaben, die gleichzeitig hohe Anforderungen an die Detailgenauigkeit der Bilderfassung und den Durchsatz stellen, so der Anbieter. Ihr robustes industrielles Design widerstehe mechanischen Belastungen und stelle eine zuverlässige, langzeitstabile Bildverarbeitung sicher.

Dank Liquid Lens Unterstützung über RS232 eignen sie sich auch für Applikationen mit variierendem Arbeitsabstand. Die Kameras verfügen über vier optoentkoppelte Power-Ausgänge mit Pulsbreitenmodulation und einer Ausgangsleistung von bis zu 120 Watt (max. 48 Volt / 2,5 Ampere) zur direkten Ansteuerung von Beleuchtungen ohne externen Controller. Die Kameras bieten Schutzart IP 65 und IP 67 ganz ohne externe Gehäuse.

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