Forschungsprojekt SCADA to GIS

Copa-Data arbeitet im Rahmen des Forschungsprojekts SCADA::GIS an Möglichkeiten zur Verbindung von Geoinformationen mit wichtigen Daten aus der industriellen Prozessüberwachung und -steuerung.

13. Januar 2014
Gemeinsam mit Partnern aus Bildung und Wirtschaft forscht COPA-DATA im Projekt SCADA::GIS am Brückenschlag zwischen Geoinformation und Prozessdaten. Im Bild die Systemarchitektur der SCADA::GIS-Integration (Prototyp).
Bild 1: Forschungsprojekt SCADA to GIS (Gemeinsam mit Partnern aus Bildung und Wirtschaft forscht COPA-DATA im Projekt SCADA::GIS am Brückenschlag zwischen Geoinformation und Prozessdaten. Im Bild die Systemarchitektur der SCADA::GIS-Integration (Prototyp).)

Ziel der Forschungsarbeit, die gemeinsam mit Forschungspartnern aus Bildung und Wirtschaft durchgeführt wird, sind effizientere und flexiblere Produktionsprozesse sowie eine schnellere und einfachere Identifikation von Fehlerquellen.

Geografische Information und ihre Anwendung – beispielsweise in der Navigation oder im Social Web – hat sich zu einem wesentlichen Bestandteil der heutigen Informationsgesellschaft entwickelt. Neben den klassischen Geoinformationsebenen wird es immer wichtiger, die grenz- und domänenübergreifende Integration aktueller Sensormessdaten und subjektiver Bewertungen (People as Sensors) als essentiellen Mehrwert für Informations- und Monitoring-Systeme zu erkennen – beispielsweise in den Bereichen Umweltbeobachtung, Verkehrsmanagement oder Leitungs- und Gebäudetechnik.

Im Mittelpunkt der Forschung steht eine wechselseitige Integration von SCADA-Systemen (Supervisory Control and Data Acquisition) und Geoinformationssystemen (GIS). Die Daten beider Systeme sollten so miteinander vereint werden, dass eine effizientere Überwachung und Steuerung von industrieller Produktion bei ortsabhängigen Teilsystemen ermöglicht wird. Dafür bedienen sich die Forscher international bewährter Industriestandards und implementieren so eine allgemein verwendbare Schnittstelle, die als „Übersetzer“ zwischen beiden Domänen fungiert. Mithilfe dieser semantischen Brücken soll die konkrete Nutzung aktueller ortsbezogener Information in verschiedenen Anwendungsbereichen ermöglicht werden. Auf Basis der Gliederungsparameter Raum und Zeit sollten Messdaten aus beiden Anwendungsdomänen in einer standardisierten serviceorientierten Architektur (SOA) wechselseitig zugänglich gemacht werden.