Flexible Fertigung durch „Plug & Produce“

Die Lapp Gruppe bietet Lösungen an, um die Fabrik der Zukunft effizienter und flexibler zu gestalten.

07. April 2014
Die Etherline FD Cat.6A Netzwerk-Leitung ist schon heute für den Einsatz im industriellen Umfeld geeignet
Bild 1: Flexible Fertigung durch „Plug & Produce“ (Die Etherline FD Cat.6A Netzwerk-Leitung ist schon heute für den Einsatz im industriellen Umfeld geeignet)

In der Industrie vollzieht sich aktuell ein fundamentaler Wandel, der durch die Integration aller Komponenten des Wertschöpfungsprozesses in das Unternehmensnetzwerk charakterisiert ist. Die damit verbundenen Umwälzungen betreffen nicht nur die Unternehmen der IT-Branche, auch wenn die Entwicklung hin zur intelligenten Fabrik oft vorrangig als IT-Thema angesehen wird. Gerade die Hersteller von Kabeln und Steckverbindern können durch intelligente Lösungen einen entscheidenden Beitrag zu dieser neuen Ära leisten und die Industrie dabei unterstützen, Effizienz und Flexibilität zu steigern.

Maschinen, Anlagen und Geräte werden “intelligent“, indem man sie über das „Internet der Dinge? miteinander verbindet. Die so entstehenden cyber-physischen Systeme bilden die Grundlage der intelligenten Fabrik von morgen - deren Vision: maximale Flexibilität und wirtschaftliche Fertigung mit Losgröße 1. Cyber-physische Systeme sind Funktionseinheiten mit eingebetteter Hardware, Software und Mechanik. Indem sie in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren, eröffnen sich für Maschinen- und Anlagenbauer neue Möglichkeiten: Sie können Anlagen in einzelne Module unterteilen, die sie nur einmal programmieren und testen müssen. Je nach Kundenwunsch kann ein Maschinenbauer dann die standardisierten Module flexibel und individualisiert zusammenstellen und mit den Daten füttern, die sie für die Produktion benötigen - Plug & Produce.

Die Verkabelung einer industriellen Anlage ändert sich dadurch grundsätzlich: Eine Netzwerkleitung endet nun nicht mehr im Schaltschrank, sondern wird zum Beispiel direkt bis zum Motor in einer Maschine selbst geführt. Für die Hersteller von Verbindungstechnik bedeutet das, dass sie Leitungen, deren Einsatz bislang vor allem in Büroumgebungen üblich war, nun für industrielle Anwendungen fit machen müssen. Die Leitungen müssen unter anderem einer höheren mechanischen Beanspruchung, extremen Temperaturen, Vibration und Schmutz standhalten. Eventuell sind sie in diesem Umfeld auch aggressiven Medien ausgesetzt. Eine zusätzliche Anforderung an Ethernet-Leitungen im Industrieeinsatz besteht beispielsweise in der Abschirmung gegenüber wesentlich stärkeren EMV-Einflüssen wie sie im Umfeld von Motoren oder stromführenden Leitungen entstehen, die ein elektromagnetisches Feld aufbauen.