Die Anschlussleitung Ölflex DC Robot 900 zeichnet sich vor allem durch ihre Torsions- und Biegefähigkeit aus, so das Unternehmen. Sichtbarer Unterschied zu herkömmlichen Ölflex Leitungen – sofern man den Mantel entfernt – ist die andere Farbcodierung der Adern: rot, weiß und grün-gelb, entsprechend der Norm DIN EN 60445 (VDE 0197):2018–02 für DC-Leitungen.

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Die Isolation der Adern besteht aus TPE, der Mantel aus PUR. Damit ist die Leitung halogenfrei und geeignet für Orte, wo sich Menschen aufhalten, denn im Fall eines Brands entweichen dem Kunststoff keine ätzenden Dämpfe. Außerdem ist das Material UV- und witterungsbeständig, wasserbeständig und kälteflexibel.

Leitungen wie die Ölflex DC Robot 900 sind ein wichtiger Baustein für die künftige Gleichstrom-Infrastruktur in Fabriken, hebt der Hersteller hervor. Ohne das bisher notwendige Hin- und Her-Wandeln zwischen Gleich- und Wechselstrom lasse sich viel Energie sparen. Energieexperten plädieren deshalb für den Bau von Gleichstromnetzen. Die Industrie hat bereits damit begonnen, Fertigungszellen damit auszurüsten. Eine Umstellung auf Gleichstrom (DC) in der Industrie könnte 20 Prozent und mehr Energie einsparen, erläutert Lapp. Noch seien etliche technische Herausforderungen zu meistern, bis eine Infrastruktur aus Gleichstrom Realität werden könne.

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Erste Forschungsarbeiten von Lapp in Zusammenarbeit mit der TU Illmenau haben ergeben, dass bestimmte Isolationsmaterialen weniger gut für dauerhafte DC-Anwendungen geeignet sind. Auf dieser Basis hat der Hersteller sein DC-Portfolio vorgestellt. Als geförderter Partner im Projekt DC-Industrie2 erforscht das Unternehmen zudem aktuell die Langzeitstabilität von Isolationsmaterialien für Kabel und Leitungen.