Fanuc zeigt Roboshot-Maschinen

Zur Fakuma stellte Fanuc Beispiele aus der Praxis vor. Basis sind vollelektrische Roboshot-Spritzgießmaschinen, die sich durch Zuverlässigkeit, Präzision und Produktivität bei sparsamem Energieeinsatz auszeichnen.

28. Oktober 2014

An einer von Hahn Automation entwickelten Mastershot-Zelle wird die schnelle Entnahme von COP-Teilen aus einer S-2000i 100B demonstriert. Auch das zweite Exponat ist eine Anwendung aus der Medizintechnik: Auf einer Roboshot S-2000i 150B werden in einem 16-fach-Werkzeug Zahn-stangen aus POM-Material als Fallteile produziert.

Nicht zufällig werden auf der MasterShot-Zelle medizintechnische Teile gefertigt. Denn wo Qualität und Zuverlässigkeit bei kurzen Zykluszeiten gefragt sind, spielt diese Zelle ihre Stärken aus. Gefertigt wird ein Spritzen-körper aus transparentem COP. Verwendet wird dieser Kunststoff als hochwertiger Glasersatz für Kameralinsen beispielsweise an Smartphones, aber auch für Spritzenkörper wie auf der Fakuma zu sehen ist.

Die hohe Integrationsdichte dieser Fertigungszelle ist zum einen auf den konsequenten Einsatz von Fanuc-Equipment zurückzuführen, zum andern auf das breite System-Knowhow von Hahn Automation. Deren Entnahmegerät „Proline“ wird von extrem schnellen Fanuc-Servomotoren angetrieben und von einer Power Motion-CNC gesteuert. Von Fanuc kommt auch die Roboshot S-2000i 100B inklusive CNC-Steuerung. Die Schließkraft der vollelektrischen Spritzgießmaschine beträgt 1.000 kN. Das zweifach-Werkzeug mit Servoabstreifplatte für diese Applikation steuert das Bahlinger Unter-nehmen Männer bei. Männer ist spezialisiert auf die Entwicklung und Fertigung von Präzisionsformen, Heißkanal- und Mikrospritzgieß-Systemen.

Zum Konzept der MasterShot-Zelle gehört es, dass der Kunde hinsichtlich Ausstattung nichts selbst organisieren muss. Er bekommt das komplette System aus einer Hand. Allerdings sieht man bei Hahn Automation die MasterShot-Zelle als Angebot. Thomas Hähn, geschäftsführender Gesellschafter der Hahn Automation, Rheinböllen: „Wir sind da nicht so verbissen und akzeptieren, wenn ein Kunde nur Teile unseres Angebotes wahr-nimmt.“ Das sei nicht bei allen Wettbewerbern so. „Wir wollen uns mit dem Angebot auch ein bisschen vom Wettbewerb abheben und auch auf diesem Weg unsere Kundenorientierung zeigen.“