ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Doppelte Diagnose

Doppelte Diagnose

SENSOREN Die Montage von elektronischen Bauteilen ist kompliziert und birgt Gefahren in sich. Darum heißt es: genau hinsehen und alles kontrollieren - mit vereinten Kräften.

31. August 2007

Geht es um Qualitätskontrolle und Sicherheit, ist kein Aufwand zu groß. Da ist es auch gerechtfertigt und nützlich, wenn sich zwei Unternehmen zusammentun und ihre Stärken für eine spezielle Anwendung bündeln. Die Protagonisten sind Otte Elektronik, Spezialist für optische Prüftechnik, und Sensorikexperte Wenglor. Bei der Anwendung handelt es sich um die hochgenaue Kontrolle bei der Montage von Bordnetzteilen für die Automobilindustrie. Die Montage erfolgt im Otte-Werk Braunschweig. Maschinell ist die Montage der unterschiedlichen Hauptsicherungsdosen und Bordsteuerungsgeräte allerdings nicht sinnvoll, die notwendigen Umrüstzeiten sind viel zu kostenintensiv. Daher fertigt Otte Elektronik die Teile für die Automobilelektronik an Handschrauberstationen manuell. Sensorik von Wenglor hilft, die manuellen Arbeiten zu 100 Prozent sicher zu überwachen. Auf den Hersteller aus Tettnang ist Otte auf Empfehlung einiger Kunden gekommen, denn zahlreiche Automobilhersteller setzen die zuverlässigen und hochwertigen Sensoren ein.

ANZEIGE

Hauptaufgabe der Anlage ist es, Bauteile an bestimmte Plätze genau einzusetzen und verschiedene Schrauben zu fixieren. In den Sicherungsdosen sitzt eine bestimmte Anzahl an Sicherungen, die es gilt exakt anzuordnen und einzusetzen, ebenso sind Verwechslungen sicher auszuschließen. Ist die richtige Sicherung eingesetzt, muss diese mit einem festgelegten Drehmoment und in einem exakten Drehwinkel fixiert werden, damit sie fest sitzt - unbeschädigt, versteht sich. Während der Montage entscheiden bei einer Sicherungsstärke von 60 - 129 Ampere nur Nuancen über einwandfreie Funktion oder Ausfall.

Bei der Relaismontage überwacht der Wenglor-Sensor, ob der Monteur das Relais bis zum Anschlag tief genug eingesteckt hat. Bei 20 bis 30 Kontakten im Sicherungsträger muss er das Relais unbedingt fest einfügen, damit es sich bei späteren Transportvibrationen nicht wieder lockern kann. Gegen Schichtende, nach 200 bis 300 Fügevorgängen, lässt oft die Konzentration und Kraft der Monteure nach, dann wacht der Sensor über ein einwandfreies Arbeitsergebnis. Zu diesem Zweck hat Otte eine Matrix aus Wenglor-Lichtschranken und -Reflextastern entwickelt. Jeder Schraubplatz wird auf diese Weise einzeln überwacht. Der Monteur kann nur schrauben, wenn er seinen Handschrauber über die per Software bestimmte Schraubstation führt. Das Sicherheitssystem überwacht aber die Schrauber nicht nur positionstechnisch, es ordnet auch Anzugsmoment und -winkel der Schraubposition exakt zu. Der Anwender kann in einer Dokumentation nachvollziehen, wer wann welche Schraube wie fest angezogen hat.

Erschienen in Ausgabe: 04/2007