Doppelrekord auf der Vision 2014

Die Weltleitmesse der Bildverarbeitung wird immer internationaler. Branche zufrieden mit dem neuen Zweijahresturnus

08. November 2014

„Unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden“, freut sich Thomas Walter, Bereichsleiter Industrie & Technologie der Messe Stuttgart: Die 26. Viosion könne nicht nur einen Rekord bei der Zahl der Aussteller (432) und Auslandsanteil (54 % / 2012: 37, 49 %) vermelden, sondern auch bei den Besuchern. Über 8700 Fachbesucher kamen, das entspricht einem Wachstum von rund 25 Prozent

gegenüber der letzten Veranstaltung in 2012. „Besonders erfreulich dabei ist, dass auch das internationale Besucherinteresse an der VISION deutlich gestiegen ist“, betont Walter. Kamen auf der letzten Veranstaltung noch 36 Prozent der Besucher aus dem Ausland, so sind es aktuell rund 40 Prozent, die aus 54 Ländern (2012: 53) anströmten. Hauptsächlich reisten sie aus Italien, Frankreich, der Schweiz, Österreich, den Niederlanden, Großbritannien, Südkorea, Belgien, Spanien, China und Japan an. Bemerkenswert dabei ist auch der starke Besucherandrang aus Asien.

Der Erfolg der Vision 2014 ist nicht zuletzt dem neuen Zweijahresturnus zu verdanken: „Es war ein voller Erfolg“, bestätigt so auch Dr. Olaf Munkelt, Vorstandsvorsitzender der VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung in Frankfurt und Geschäftsführer der MVTec Software GmbH. „Wir sind sehr zufrieden mit der Anzahl und Qualität der Fachbesucher. Querbeet durch alle Branchen bekommen wir sehr positive Rückmeldungen. Durch den neuen Zweijahresrhythmus können wir uns nun auch wesentlich besser präsentieren mit unseren Innovationen. Zudem sind wir außerordentlich zufrieden mit der hohen Anzahl internationaler Aussteller und Besucher. Das zeigt einfach, dass die Vision international die Nummer eins der Bildverarbeitung ist“, betont Dr. Munkelt weiter.

Aus 31 Nationen stellten Aussteller auf der VISION 2014 aus – vom Start-up-Unternehmen bis zu den Key-Playern waren alle an Bord. Sie präsentierten ihre Neuentwicklungen bei Bildverarbeitungskomponenten und -systemen wie Kameras, Bildsensoren, Recheneinheiten, Framegrabber, Softwaretools, Beleuchtungssysteme, Objektive, Kabel und Zubehör sowie bei kompletten Anwendungslösungen. Im Fokus standen erstmals Industrie PCs (IPC) und embedded PC-Systeme, die optimal geeignet sind für die komplexen anspruchsvollen Bildverarbeitungsaufgaben. Der erstmalige Sonderstand IPC 4 VISION, an dem elf namhafte Hersteller beteiligt waren, fand so auch regen Zuspruch, wie Aussteller bestätigen: „Wir haben sehr positive Erfahrungen gemacht: sehr internationales Publikum, gute Fachgespräche. Wir sind sehr zufrieden. Für uns ist der IPC-Stand eine gute Plattform, weil wir hier die Branche, die ansonsten etwas weiter weg ist von unserem Kerngeschäft, auch ansprechen“, so Martin Krenzer, Marketing Manager Siemens, Simatic IPC/PC-based Automation. Klaus Rottmayr, General Manager von ICP Deutschland berichtet: „Wir waren mit dem Besucherandrang zufrieden, aber viel mehr noch mit der Besucherqualität: Sehr konkrete Anfragen, Fachpublikum, das genau weiß, was es will.“

Die Bildverarbeitung erobert immer neue Anwendungsfelder und dem folgt auch die Leitmesse VISION. Mit den neuen Schwerpunkten Traffic VISION sowie VISION 4 Automation wendet sie sich erstmals verstärkt auch diesen Nischenmärkten zu. Dann ist es nicht verwunderlich, wenn laut Umfrage 60 Prozent der Messebesucher erstmals zur VISION anreisten. Das ist eine Steigerung gegenüber

der Veranstaltung in 2012 um vier Prozent. Die Zielbranchen der VISION sind breit gefächert. Vor allem jedoch kamen die Besucher mit 75 Prozent (2012: 76 %) aus der Industrie, wobei die Bildverarbeitungsbranche selbst mit 35 Prozent Spitzenreiter ist, gefolgt von der Automobil- und Zulieferindustrie, dem Maschinenbau und der Elektrotechnik/Elektronik sowie Medizintechnik und Pharmazie.

Wie immer ist ein Markenzeichen der VISION die konstant hohe Fachbesucherqualität. Vorwiegend kommen die Besucher aus der Entwicklung, gefolgt von Forschung sowie Mitgliedern der Geschäfts- und Unternehmensleitung. Von den Befragten gaben 82 Prozent (2012: 84 %) an, in ihren Unternehmen an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen mitzuwirken.

Auch die Investitionsbereitschaft des Fachpublikums erweist sich als nahezu ungebrochen. So beabsichtigen 84 Prozent der Besucher der VISION 2014 (2012: 86 %) zu investieren und die meisten davon innerhalb der nächsten sechs Monate. Das untermauert auch die insgesamt von den Experten als gut beurteilte aufwärtsstrebende Marktlage und wachstumsträchtigen Zukunftsaussichten der

Bildverarbeitungsbranche.

Aus technologischem Blickwinkel gesehen, interessierten sich die Besucher der VISION diesmal vor allem für Komponenten und Anwendungen der Bildverarbeitung, wobei schlüsselfertige Systeme auch wieder sehr gefragt waren. Das offenbart, dass die VISION mit dem Trend zur stärkeren Anwendungsorientierung auf dem richtigen Weg ist.

Auf die VISION 2016, die vom 08. bis 10. November 2016 ihre Tore öffnen wird, sind heute schon 93 Prozent der Besucher gespannt. Sie wollen wiederkommen. „Die Messe Stuttgart bedankt sich bei allen Partnern, die diesmal und in der Vergangenheit dazu beigetragen haben, die VISION zu einer einzigartigen Informations- und Präsentationsplattform mit Weltleitcharakter für Bildverarbeitung zu machen“, sagt Thomas Walter.