Die Industrialisierung von Rechenzentren beginnt mit Rittal

Auf 120.000 Quadratmetern soll in Måløy an der norwegischen Westküste das Lefdal Mine Datacenter (LMD) mit einer Kapazität von 100 Megawatt entstehen.

26. August 2015
Mit einer Fläche von 120.000 Quadratmetern, verteilt auf fünf Ebenen, wird das Lefdal Mine Datacenter (LMD) in einer ehemaligen Mineralien-Mine in Måløy, rund 500 km nordwestlich von Oslo, ein Rechenzentrum der Superlative.
Bild 1: Die Industrialisierung von Rechenzentren beginnt mit Rittal (Mit einer Fläche von 120.000 Quadratmetern, verteilt auf fünf Ebenen, wird das Lefdal Mine Datacenter (LMD) in einer ehemaligen Mineralien-Mine in Måløy, rund 500 km nordwestlich von Oslo, ein Rechenzentrum der Superlative.)

Mit einer Fläche von 120.000 Quadratmetern, verteilt auf fünf Ebenen, wird das Lefdal Mine Datacenter (LMD) in einer ehemaligen Mineralien-Mine in Måløy, rund 500 km nordwestlich von Oslo, ein Rechenzentrum der Superlative. Für den Betrieb werden zu 100 Prozent erneuerbare Energien (Wind, Wasser) genutzt, die Kühlung erfolgt durch Meerwasser aus dem anliegenden Fjord. Mit einem PUE (Power Usage Effectiveness) von unter 1,1 und den traditionell niedrigen Stromkosten bietet der norwegische Betreiber eine Lösung mit einem Höchstmaß an Energieeffizienz. Kosteneinsparungen von über 40 Prozent gegenüber einem Cloud-Rechenzentrum in Deutschland sind möglich.

Für die IT-Infrastruktur hat Rittal gemeinsam mit LMD und IBM standardisierte Rechenzentrumsmodule auf Basis von RiMatrix S entwickelt: vorgefertigt, geprüft, skalierbar und schnell geliefert.

Das Leistungsspektrum umfasst zurzeit insgesamt fünf verschiedene Module mit zehn bzw. zwölf Serverracks und jeweils einem Netzwerkrack inklusive der Rittal Klimatisierungslösung Liquid Cooling Package (LCP). Diese saugt die warme Serverabluft an der Geräterückseite an, kühlt sie über Hochleistungs-Wärmetauscher ab und bläst die abgekühlte Luft wieder in den Kaltgang vor die Serverebene ein. Redundante Stromverteilung und -absicherung sind ebenfalls bereits in das Rechenzentrumsmodul integriert. Je nach Leistungsanforderung können Kunden zwischen 5, 10 und 20 kW pro Rack wählen. Mit n+1 und 2n stehen zwei Redundanz-Möglichkeiten zur Wahl. Die Rechenzentrumsmodule können je nach Sicherheitsbedarf, z. B. in Containern oder in Sicherheitsräumen, direkt in die Mine eingebracht werden.

Der Kunde kann sich somit für die individuell passende Lösung entscheiden. Dabei nimmt er alle Vorteile der Standardisierung in Anspruch: Er erhält die vorgefertigte Rechenzentrumslösung deutlich schneller und kann dabei auf geprüfte, vorzertifizierte Systemkomponenten vertrauen. Auch in puncto Skalierbarkeit bietet die Rittal-Lösung enorme Vorteile: steigt der Rechenzentrumsbedarf des Kunden, kann er zusätzliche Kapazitäten praktisch unbegrenzt zusätzlich erhalten.

Mit dem europaweit einzigartigen Angebot möchte LMD dem stetig steigenden Bedarf an Rechenzentrumsfläche nachkommen. „Allein bis 2020 sehen wir einen Bedarf von 60 neuen, großen Rechenzentren in Europa, verbunden mit einer jährlichen Steigerung der Investitionen von zehn bis zwölf Prozent“, sagt Egil Skibenes, Chairman of the Board bei LMD. Wichtig sei, dass die Leistung schnell bereit stehe. Mit herkömmlichen, individuellen Lösungen könne dies nicht bewerkstelligt werden. Vielmehr sei schnell verfügbare Rechenzentrumsfläche gefordert, verbunden mit einem hohen Maß an Kosten- und Energieeffizienz. „Der Einsatz standardisierter und zugleich skalierbarer Module bedient gezielt die Anforderungen unserer Kunden“, sagt Andreas Keiger, Geschäftsbereichsleiter Vertrieb Europa bei Rittal. „Kosten- und Energieeffizienz sind die Treiber bei Entscheidungen für einen optimalen IT-Standort.“