Das Multitalent im Schaltschrank

Als diversifizierter Hersteller bietet Eaton erstmals einen multifunktionalen Motorstarter mit integriertem Motorschutz in einer Baubreite von 30 mm für Motoren im Leistungsbereich von 0,06 bis 3 kW an.

22. April 2013
Die EMS Motorstarterreihe von Eaton vereint vier Funktionen Motor-Direktstart, Motor-Wendestart, Motorschutz sowie die sicherheitsgerichtete Stillsetzung des Antriebes nach Kategorie 3 (EN 13849-1) in einem Schaltgerät.
Bild 1: Das Multitalent im Schaltschrank (Die EMS Motorstarterreihe von Eaton vereint vier Funktionen Motor-Direktstart, Motor-Wendestart, Motorschutz sowie die sicherheitsgerichtete Stillsetzung des Antriebes nach Kategorie 3 (EN 13849-1) in einem Schaltgerät.)

Als Multitalent vereint der neue elektronische Motorstarter EMS die vier Funktionen Motor-Direktstart, Motor-Wendestart, Motorschutz sowie die sicherheitsgerichtete Stillsetzung des Antriebes nach Kategorie 3 (EN 13849-1) in einem Schaltgerät. Dadurch reduziert sich der Verdrahtungsaufwand im Vergleich zu konventionellen Schaltgerätekombinationen um bis zu 60 %, der Anteil der benötigten Hardwarekomponenten sogar um bis zu 70 %.

Aufgrund seiner schmalen und durchgängigen Breite optimiert der elektronische Motorstarter die Raumnutzung im Schaltschrank und trägt zu einem einheitlichen Schaltschrankkonzept bei. Die Verwendung der werkzeuglosen Push-in-Technologie reduziert zusätzlich den Installationsaufwand auf ein Minimum, während die eingesetzte Hybridschalttechnik die Kontaktlebensdauer erhöht.

Dank seiner kompakten Bauform wird das Multifunktionsschaltgerät den immer engeren Platzverhältnissen im Schaltschrank gerecht und verringert gleichzeitig den Aufwand für Montage und Verdrahtung.

Für eine schnelle Verdrahtung setzt Eaton beim elektronischen Motorstarter durchgängig auf die Push-in-Technologie für Haupt- und Steuerstromanschlüsse. Da sich die Anschlüsse so ohne Werkzeug einfach einstecken lassen, sinkt auch die Anschlusszeit um bis zu 60 % im Vergleich zu konventionellen Schraubklemmen. Gleichzeitig bietet die Push-in-Technologie zusätzliche Kontaktsicherheit gegenüber Vibrationen des Schaltgerätes. Ein Nachziehen, wie bisher bei Schraubklemmen üblich, entfällt.

Dank der integrierten Hybridschalttechnik, die auf verschleißfreier Halbleitertechnologie und einem robusten Relaiskontakt basiert, ist mit dem EMS ein schonendes Schalten möglich. Der eigentliche Relaiskontakt zum Ansteuern des Motors wird somit entlastet. Mit bis zu 30 Mio. Schaltspielen erreicht der elektronische Motorstarter auf diese Weise eine wesentlich höhere Kontaktlebensdauer als konventionelle Schaltgeräte. Die Geräte sind somit bis zu 10-mal langlebiger als rein mechanische Komponenten. Im ausgeschalteten Zustand trennt der EMS den Motor durch zusätzliche Kontakte allpolig vom Drei-Phasen-Netz.

Alle Varianten des elektronischen Motorstarters verfügen über einen elektronischen Weitbereichsüberlastschutz mit integrierter Phasenausfallerkennung nach IEC60947. Dadurch deckt das Schaltgerät in nur zwei Ausführungen die Strombereiche von 0,18 bis 6,5 A (AC-53a) bzw. 9 A (AC-51) ab und vereinfacht so die Produktauswahl und Ersatzteilhaltung. Der Überlastschutz ist in den zwei unterschiedlichen Auslösekennlinien CLASS10 und CLASS10A ausgeführt. Bis einschließlich 4 A Motorstrom schützt der elektronische Motorstarter mit der trägeren CLASS10 Auslösekennlinie, die ein häufigeres Einschalten des Motors ohne ein Ansprechen des Motorschutzes ermöglicht. Für Motorströme größer als 4 A wird der Motor durch eine CLASS10A Auslösekennlinie geschützt.

Die Einstellung des Motorstromes nimmt der Anwender direkt am Gerät vor. In Kombination mit Sicherungselementen erreicht der elektronische Motorstarter eine Kurzschlussverträglichkeit von bis zu 50 kA mit Zuordnungsart 1. Damit ist der universelle Einsatz in Industrie und Maschinenbau gewährleistet. Hauptapplikationen sind die Bereiche Fördertechnik bzw. Logistiksysteme und Verpackungsmaschinen.