Mit 6,2 Milliarden Euro blieb der Umsatz laut Angaben des Herstellers stabil auf dem Rekordniveau des Vorjahres. Profitiert habe das Unternehmen vor allem von seinem soliden Kerngeschäft mit Hydraulik sowie dem weiteren Ausbau des Angebots im Bereich Fabrikautomation als wichtigem Türöffner für neue Märkte.

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„Wir ziehen eine positive Bilanz für das Jahr 2019“, erklärt Rolf Najork, Geschäftsführer bei Robert Bosch mit Verantwortung für den Bereich Industrietechnik und Vorstandsvorsitzender von Bosch Rexroth. „Angesichts der volatilen Märkte und der spürbaren Konjunkturabkühlung war dieses sehr gute Ergebnis alles andere als ein Selbstläufer. Es zeigt, dass unsere breite Aufstellung mit verschiedenen Geschäftsfeldern ein großer Vorteil ist, und dass wir mit unseren strukturellen Anpassungen die richtigen Weichen gestellt haben.“

In allen Regionen konnte der Hersteller an den Erfolg des Vorjahres anknüpfen: Am umsatzstärksten blieben die Kernmärkte Deutschland und Europa. Der Umsatz in Deutschland sank um 4,1 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, der in den übrigen europäischen Märkten ohne Deutschland um 0,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro.

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Für das laufende Geschäftsjahr 2020 rechnet der Hersteller mit einer rückläufigen Geschäftsentwicklung in allen Regionen und Branchen. Ursache sind zum einen die allgemeine Konjunkturschwäche sowie der Strukturwandel in Kundenbranchen, die eng mit der Automobilindustrie verbunden sind. So gingen die Auftragseingänge im Laufe des Jahres 2019 um 20,3 Prozent zurück.

Zum anderen trübt die COVID-19-Pandemie die Geschäftserwartungen für 2020. Die konsequente Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit bleibe deshalb von besonderer Bedeutung, so das Unternehmen. „Die Entwicklungen um COVID-19 beschäftigen uns derzeit sehr. Wir haben in den zurückliegenden Wochen umfassende Maßnahmen ergriffen, um unsere Mitarbeiter, Kunden und Partner zu schützen und zugleich eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen“, so Najork.

Als Teil der Bosch-Gruppe hat sich der Anbieter von Antriebs- und Steuerungstechnologien zudem ehrgeizige Ziele für die Reduzierung des Energieverbrauchs und des CO₂-Ausstoßes gesteckt. Im Rahmen des Bosch-Rexroth-Projektes „GoGreen“ wird die Energieeffizienz bereits seit 2011 in allen eigenen Werken und auch bei Kunden systematisch verbessert.

Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2019 wurden bei dem Unternehmen dank „GoGreen“ weltweit 620 Millionen Kilowattstunden Strom und Gas und damit mehr als 265.000 Tonnen CO₂ eingespart. Das entspricht dem jährlichen Energieverbrauch einer Stadt mit rund 80.000 Einwohnern. Der Energieverbrauch an den Bosch-Rexroth-Standorten wurde um 20 bis 50 Prozent reduziert. Seit Ende 2019 hat der Hersteller in Deutschland zudem einen CO₂-neutralen Fußabdruck erreicht.