Blick aufs Wesentliche

Sick hat eine neue Eventcam auf den Markt gebracht, die Klarheit bei unerklärlichen Greif-, Handhabungs- oder Positionierproblemen, bei nicht nachvollziehbaren Montagefehlern oder Maschinenstopps bringen soll.

12. August 2019
Blick aufs Wesentliche
Lösung für unerklärliche Phänomene in industriellen Prozessen: die EventCam von Sick ist eine industrietaugliche 2D-Kamera für die gezielte Detektion und Analyse von sporadischen Fehlern. (Bild: Sick)

Die industrietaugliche 2D-Kamera ist auf die Detektion und Analyse von sporadischen Fehlern in industriellen Prozessen spezialisiert, wie das Unternehmen mitteilt. Sie lasse sich flexibel in stationäre und mobile Applikationen integrieren, ist netzwerkfähig und liefert Einzelaufnahmen und Videosequenzen in hoher Bildqualität für Fehleranalysen.

Optik, Beleuchtung, Elektronik und Ringspeicher der neuen Eventcam sind in einem kompakten und robusten IP65-Gehäuse aus Aluminiumguss untergebracht. Dieses bietet zahlreiche Befestigungsoptionen, so dass die Kamera in unterschiedlichen Positionen montiert und diese schnell und flexibel verändert werden können.

Um die Kamera zu parametrieren, werden in der browser-basierten Sick-Software Sopas Air die Auflösung, das Ausgabeformat und das Trigger-Signal eingestellt. Über den Trigger-Eingang in der Kamera selbst melden ein angeschlossenes Automatisierungssystem oder ein Sensor, wenn ein Fehler im Prozess aufgetreten ist.

Jetzt startet die Speicherung von Einzelbildern und Videosequenzen. Hierbei können bis zu 240 Sekunden vor und bis zu 100 Sekunden nach einem Ereignis im internen Ringspeicher aufgezeichnet werden – entweder in Full HD oder, beispielsweise bei High-Speed-Prozessen, mit geringerer SVGA-Auflösung.

Im Gegensatz zur Suche des Events in endlosem Videomaterial, wie es beispielsweise eine Gopro oder andere Streamingkameras bereitstellen, ermöglicht die Eventcam eine gezielte Ursachenanalyse in wenigen Sekunden oder Minuten, so der Hersteller. Bilder und Filmsequenzen müssen auch nicht erst von einer Speicherkarte geladen werden – sie sind über die Ethernet-Schnittstelle der Eventcam per FTP mit 100 Mbit/s zeitnah im Netzwerk verfügbar.

Die EventCam bewährt sich auch bei Inbetriebnahme oder Optimierung. Die schnelle Analyse von Fehlern im unbeobachteten Probelauf oder mehrstündigen bis mehrtägigen Dauertest ermöglicht es, den Suchaufwand bei Fehlern und damit den Zeitbedarf und die Kosten der Maschineneinrichtung zu reduzieren.

Die Eventcam ist aktuell in zwei baugleichen Varianten verfügbar. Die Version mit 0,4 bis 0,6 Meter Arbeitsabstand zielt vorwiegend ab auf stationäre Applikationen in Maschinen oder kompakten Montage- oder Pick-and-place-Robotern. Die Kamera mit 0,8 bis sechs Meter Arbeitsabstand ist für den Einsatz in größeren Robotern, Handlings-Portalen und Maschinen ausgelegt.

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