Bleibt cool bei Topspeed

Antriebsverstärker von Sieb & Meyer für hohe Drehzahl und Genauigkeit

12. Mai 2010
Bild 1: Bleibt cool bei Topspeed
Bild 1: Bleibt cool bei Topspeed

Für Werkzeugmaschinen im Hochgeschwindigkeitsbereich hat die Sieb und Meyer AG den kompakten Antriebsverstärker SD2S entwickelt. Er ermöglicht den Antrieb von synchronen und asynchronen Motoren bis zu einer Drehzahl von 480.000 Umdrehungen pro Minute. Im Fokus stand dabei eine möglichst geringe Motorerwärmung. Als Spezialist für kundenspezifische Lösungen bietet das Lüneburger Unternehmen mit dem SD2S ein Produkt, das den besonderen Bedürfnissen in Hochgeschwindigkeitsapplikationen gerecht wird. Hochdrehende Motoren lassen nur eine geringe Motorerwärmung zu, da dies eine kritische Größe für sensible Motormaterialien, aber auch für die Bearbeitungsgüte ist.

In Werkzeugmaschinen ist es wichtig, das thermische Arbeiten und die daraus resultierende Materialausdehnung in der Dimensionierung der Systeme zu berücksichtigen. Durch den Einsatz des Antriebsverstärkers SD2S lassen sich hohe Drehzahlen realisieren, ohne dass empfindliche Motorkomponenten zu stark erwärmt werden. Dank der geringen Motorerwärmung ist zudem die steifere Auslegung der Wellenlagerung aufgrund der weniger ausgeprägten Materialausdehnung im Lager möglich, was ein genaueres Arbeiten begünstigt.

Speziell für Schleifanwendungen können in dem Gerät bis zu 64 Parameter für unterschiedliche Spindeln vorgehalten werden. Über die Steckercodierung der jeweiligen Spindelaufsätze erkennt der Antriebsverstärker, welcher Aufsatz gefahren wird. Die integrierten Technologiefunktionen für die Anfunkerkennung erlauben ein sensibles Monitoring der Spindelbelastung auf Basis des Spindelstroms. Dies erhöht die Flexibilität von Schleifmaschinen maßgeblich. Je nach Anwendung kann der Betrieb geberlos oder geberbehaftet mit Auswertung der am Markt gängigen Gebersysteme erfolgen. Für die Anbindung an die übergeordnete Steuerung stehen Lösungen für analoge Sollwertsignale, RS232, USB, CAN-Bus und Profibus zur Verfügung. Mit der integrierten Anlaufsperre kann die Sicherheitskategorie 4 gemäß EN 61508 SIL 3 erreicht werden; dies minimiert die Systemkosten, da weniger externe Schutzschaltungen erforderlich sind.