BiSS Masterbaustein für Safety Applikationen

Der neue BiSS Masterbaustein iC-MB4 von iC-Haus bietet BiSS- und SSI-Kommunikation über On-Chip RS-422 Transceiver auf kleinstem Bauraum.

09. Dezember 2013

Durch zusätzliche integrierte Funktionalität lassen sich BiSS Master nun noch kompakter, einfacher und performanter aufbauen. Safety-relevante Funktionen wie größere Prüfsummen, Monitoring, zweite BiSS- und zweite Host-Schnittstellen ermöglichen den Einsatz in sicherheitskritischen Applikationen.

Der Baustein iC-MB4 bietet im QFN28-Gehäuse zwei Möglichkeiten der physikalischen BiSS-Schnittstellenkonfiguration. Neben der differenziellen Nutzung im RS-422 oder LVDS kompatiblen Betrieb kann alternativ auf TTL oder CMOS umgestellt werden. Bei nicht-differenzieller Einstellung ist eine zweite BiSS-Schnittstelle verfügbar. iC-MB4 adressiert bis zu 8 Sensor- oder Aktuator-Slaves, die je bis zu 64 Bit SCD (Single Cycle Daten) und bis zu 16 Bit CRC liefern. Die Registerkommunikation kann in einer Sequenz bis zu 64 Byte zusammenhängend übertragen.

Als Host-Schnittstelle kann zwischen einem parallelen Standard 8 Bit Businterface und den seriellen SPI Schnittstellen gewählt werden. In der SPI Betriebsart wird eine zweite SPI Schnittstelle verfügbar, über die der Host sicherheitsrelevante Daten zur Verifikation zusätzlich übertragen kann. Die On-Chip CRC Überprüfung ist auf bis zu 16 Bit konfigurierbar; CRC Startwerte lassen sich individuell konfigurieren.

Als Protokolle stehen BiSS B, BiSS C, SSI, extended SSI und „2-wire“ zur Verfügung. Mit dem zusätzlichen MO Signal kann die Sensorverarbeitungszeit einer BiSS Busstruktur vorgegeben werden oder Aktuator Daten lassen sich synchron in Echtzeit übertragen. Der Baustein übernimmt bei BiSS Übertragungen automatisch die Leitungslaufzeitkompensation und die Berücksichtigung von Sensorverarbeitungszeiten.

Die Ausgangsfrequenzen für Taktleitungen sind bis 10 MHz konfigurierbar. Ein interner oder externer Oszillator übernimmt die Systemtakterzeugung.

Im alternativ verfügbaren TSSOP24 Gehäuse ist der iC-MB4 pinkompatibel zum iC-MB3 TSSOP24 und erweitert als Drop-In-Replacement verbreitet bestehende iC-MB3 Designs um zusätzliche Protokolle, Funktionen und Leistungsmerkmale.

An einer unipolaren Versorgung von +3.0 V bis 5.5 V arbeitet der Baustein mit beiden Gehäusen TSSOP24 und QFN28 im Betriebstemperaturbereich von -25 bis +85 Grad Celsius. Das platzsparende 28-polige QFN-Gehäuse benötigt nur 5 x 5 mm auf der Platine und bietet den kompletten Funktionsumfang. Zur Bemusterung steht ein betriebsfertiges Demo-Board zur Verfügung; ein PC-Bedienprogramm (GUI) kann optional über einen USB-Adapter angeschlossen werden.