Ziel des Projektes ist, auf Basis mechanischer Unkrautvernichtung eine nachhaltige Alternative für den Herbizideinsatz in der Landwirtschaft zu entwickeln. Das Fokusprojekt zeigt eindrücklich, wie sich Schäden für Mensch und Umwelt mithilfe der Digitalisierung und smarter Technologie minimieren lassen. Dafür arbeiten zehn ETH-Studenten mit Unterstützung von acht Experten-Coaches und Sponsoren seit vergangenem September an der Entwicklung des Agrarroboters „Rowesys“. Der funktionsfähige Prototyp wurde für Zuckerrübenfelder konzipiert, weil diese eine relativ hohe Verwendung von Herbiziden voraussetzen.

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Der Agrarroboter zieht kleine Pflüge durch den Boden, welche die Wurzeln der Unkräuter aus dem Grund an die Oberfläche reißen und somit austrocknen. Rowesys erfüllt die Anforderungen an Effizienz, Zuverlässigkeit, Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit bereits zu einem großen Teil. Das autonome System erkennt mittels einer Intel-RealSense-Kamera Fahrspuren und das Ende des Feldes, an dem es eigenständig zu nächsten unbearbeiteten Reihe wechselt. Zum Schutz des empfindlichen Kamerasystems steuerte AutoVimation ein passendes Schutzgehäuse und eine schwenk- und neigbare Montagevorrichtung bei. Rowesys hat im Praxistest anschaulich gezeigt, dass sich durch Einsatz mechanischer Systeme die ausgebrachten von Herbiziden und damit die Belastung des Grundwassers, der Luft und der produzierten Güter massiv reduzieren lassen.