3D-Druck mischt die Karten neu

Gekonnter Leichtbau ist die Fähigkeit, überall dort Material wegzulassen, wo es nicht gebraucht wird. Leichtbaulager von Franke setzen genau hier an. Auf der Hannover Messe in Halle 16, Stand F10 zeigt Franke seine Konzepte und Produkte.

28. März 2017
Leichtbau-Drehverbindung mit Gehäuseteilen aus dem 3D-Drucker.Bild: Franke GmbH
Bild 1: 3D-Druck mischt die Karten neu (Leichtbau-Drehverbindung mit Gehäuseteilen aus dem 3D-Drucker.Bild: Franke GmbH)

Speziallager, deren umschließende Teile bezüglich Materialeinsatz und Wandstärken genau an die auftretenden Belastungen der Anwendungen angepasst sind, werden durch aufwändige Untersuchungen und Analysen entwickelt. Bei der Festlegung der Teilegeometrie sind herkömmlichen Herstellungsverfahren allerdings oftmals Grenzen gesetzt.

 

Anders bei additiven Verfahren. Prinzipiell sind damit Herstellungsverfahren gemeint, bei denen Objekte schichtweise aus Partikeln aufgebaut werden. Dies bedeutet eine Umkehr herkömmlicher Methoden, die in der Regel mit der Abtragung von Material, zum Beispiel in Form von Spänen einhergehen. Durch den schichtweisen Aufbau der Teile ergeben sich völlig neue Möglichkeiten der Gestaltung. Innere Wabenstrukturen, veränderliche Wandstärken und sogar ein Mix in der Beschaffenheit des Materials sind möglich und helfen dabei, noch filigraner und leichter zu werden. Das Verfahren der Wahl ist hier das sogenannte Lasersintern. Lasersintern ist eines der vielversprechendsten Varianten im Bereich additiver Verfahren. Wie der Name schon sagt kommt beim Lasersintern ein hochenergetischer Laserstrahl zum Einsatz. Er erhitzt das Metallpulver an definierten Punkten und lässt es verschmelzen. Sobald eine dünne Pulverschicht bearbeitet ist, senkt sich die Arbeitsplatte ein Stück weit ab, neues Pulver wird darauf verteilt und erneut punktuell verschmolzen. So geht das Schicht für Schicht bis zum fertigen Werkstück.

 

Um aus 3D-gedruckten Bauteilen belastbare Präzisionslager zu machen, wird nun ein Franke Drahtwälzlager in die Lagerschalen integriert. Beim Drahtwälzlagerprinzip wird die Performance des Lagers nur zu einem geringen Teil von der umschließenden Konstruktion beeinflusst. Sämtliche Belastungen werden von den Laufringen der Drahtwälzlager aufgenommen. Beschaffenheit und Material der umschließenden Konstruktion sind daher frei wählbar. Drahtwälzlager sind somit ideal für 3D-Komponenten geeignet

 

Die Vorteile von 3D-Druck-Leichtbaulagern nochmals zusammengefasst:

• Äußerst geringes Gewicht

• Kompakte Bauform

• Kundenspezifisches Design

• Kugelkranzdurchmesser 80 - 300 mm

• Losgro?ße 1 möglich

• Schnelle Verfügbarkeit

• Hohe Belastbarkeit durch integriertes Drahtwälzlager