1. Schunk Kompetenztag

Einen Wissenstransfer auf exzellentem Niveau erlebten die Besucher des 1. Schunk Kompetenztags. Renommierte Gast-Referenten sowie Markenbotschafter Jens Lehmann waren zu Gast.

31. Juli 2014

Während tagsüber renommierte Gast-Referenten sowie Schunk Spanntechnik- und Greifsystemexperten zahlreiche Möglichkeiten zur Produktivitätssteigerung in Fertigungsprozessen vorstellten, kommentierte am Abend kein geringerer als der Schunk -Markenbotschafter Jens Lehmann zusammen mit Sky Champions League Chefreporterin Jessica Kastrop live das WM-Duell Deutschland gegen USA. Sowohl bei den Workshops als auch beim WM-Spiel stand ein zentrales Thema im Mittelpunkt: Wie lassen sich angesichts anspruchsvoller Bedingungen mit maximaler Effizienz überlegene Ergebnisse erzielen? Passend dazu erscheint am Abend das entsprechende Bild auf der Leinwand: Jogi Löw, der seine Mannschaft klatschnass vom strömenden Regen mit überlegener Taktik zum Gruppensieg führt.

Dass auch heute noch enorme Optimierungspotenziale in der Fertigung bestehen, verdeutlichte Prof. Dr.-Ing. Jürgen Fleischer vom Karlsruher Institut für Technologie. In einer Studie untersuchte der Produktionstechnik-Experte gemeinsam mit seinem Team am KIT die Auswirkungen unterschiedlicher Werkzeugspannsysteme auf die Hochleistungszerspanung. In Fräsversuchen mussten Warmschrumpfaufnahmen und Hochleistungs-Hydro-Dehnspannfutter ihr Können beim Fräsen von Voll- und Halbnuten auf unterschiedlichen Maschinen unter Beweis stellen. Das Ergebnis: Zum einen ermöglichen die schwingungsdämpfenden Eigenschaften des Schunk Hydro-Dehnspannfutters TENDO E compact rund 10 Prozent höhere Schnittparameter als Warmschrumpfaufnahmen. Zum anderen lassen sich die Standzeiten der Werkzeuge um bis zu 300 Prozent verlängern, wodurch sich erhebliche Einsparungen bei den Werkzeugkosten ergeben.

Immer wieder kam man als Besucher des Schunk Kompetenztags zum gleichen Ergebnis: Entscheidend für den Erfolg in der modernen Fertigung sind fundiertes Know-how, ausgereiftes Equipment und eine kompetente Umsetzung in der Praxis. Das gilt für die effiziente Kleinserienfertigung mit hochflexiblen Leichtbaudrehfuttern ebenso wie für die Flexibilisierung von Handlingsystemen mithilfe mechatronischer Komponenten oder für die vollautomatisierte, mannlose Fertigung. Dass die Synergie aus Spanntechnik und Greifsystemen, die nur Schunk in dieser Tiefe bietet, ein wesentlicher strategischer Vorteil für Anwender sein kann, wurde spätestens beim Rundgang durch die Produktion am Schunk Greifsystemstandort Brackenheim-Hausen deutlich.

Aus der Tour ließen sich zahlreiche wertvolle Anregungen für ein hocheffizientes Zusammenspiel von Spanntechnik und Greifsystemen bei der Automatisierung der eigenen Fertigung gewinnen. Gleiches gilt für die zahllosen Applikationen, die im Laufe des Tages vorgestellt wurden, darunter eine hocheffiziente Einzelteilfertigung, die Tilo Gabler von Gabler Processing Solutions aus Ettlingen mithilfe des Schunk Nullpunktspannsystems VERO-S im eigenen Unternehmen zur Fertigung von Anlagenbauteilen umgesetzt hat.