01. JUNI 2016

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Und ab die Post!


Linearprofile - Trotz des Siegeszugs der E-Mail tragen Postboten jeden Tag Tonnen von Post aus, die schnellstmöglich ankommen sollen. Aber das geht nur mit moderner Technik.

Die Faustformel lautet: E + 1. Was steckt dahinter? Einen Tag nach der Einsendung, so versprechen europäische Post unternehmen, ist ein Brief beim Empfänger. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erfüllen, investieren sie in große Postzentren mit automatisierten Sortieranlagen. Ziel solcher Anlagen ist eine schnelle und zuverlässige Automatisierung der Sortierung. Fehleranfällige Prozesse wie das Erkennen unleserlicher Handschriften oder das Zuordnen falscher Adressen möchte der Betreiber möglichst gut isolieren und die meisten Schritte in den automatischen Prozess mit einbeziehen. Ein Hersteller von Sortieranlagen für Postdienste ist das französische Unternehmen Solystic. Leistungsfähigste Sortieranlage im Angebot der Franzosen ist das Modell Top 2000. In dieser Anlage sorgen Kunststoffprofile und gebogene C9-Stahlprofile von Rodriguez aus Eschweiler für zuverlässige Linearbewegungen. Bei Verarbeitungsgeschwindigkeiten von 40.000 Sendungen pro Stunde tragen Stabilität und Präzision der linearen Bewegungselemente wesentlich zum Gesamtergebnis bei. Pro Stunde verarbeitet die Anlage bis zu 43.200 Objekte mit bis zu 32 Millimeter Dicke und einem Gewicht von bis zu zwei Kilo. Dabei ist es unerheblich, ob die Sendungen plastikumwickelt sind, Tyvekumschläge haben oder offene Sendungen sind. Eine optische Zeichenerkennung liest handgeschriebene Buchstaben ebenso ein wie getippte, zusätzlich erkennt die Software in der Top 2000 lineare und zweidimensionale Barcodes. Die Maschine verfügt über 480 Ausgabetrays auf zwei Ebenen, sie kann bis zu 230.000 Zustellpunkte in die Sequenzierung aufnehmen. Sequenzierung ist in diesem Fall die Ausgabe der Sendungen in der richtigen Zustellreihenfolge. Hierzu muss die gesamte Adresse komplett erfasst worden sein.

Immer auf Spur halten
Von der Top 2000 sind bereits über 20 Exemplare in Frankreich im Dienst. Betreiber ist die ehemals staatliche und heute privat betriebene La Poste. Das Unternehmen betreibt 17 Postsortierzentren in den Ballungsgebieten und bezieht für diese bereits seit 2005 Automatisierungslösungen von Solystic. In den Anlagen halten Führungen von Rodriguez die Briefmasse beim Sortieren schnurgerade auf Spur. Kunststoffführungen laufen in stählernen C9-Profilen. Entscheidend für die Auswahl dieser Führung waren mehrere Kriterien: Zum einen sollte es sich um ein Standardteil handeln oder um ein Katalogteil, das für diese sehr spezielle Anwendung geeignet sein musste. Denn das Maß für die Anforderungen an die Produktqualität der Katalogteile geht weit über den üblichen Rahmen hinaus. Des Weiteren spielte auch der Preis eine entscheidende Rolle. Ursprünglich kommen die eingesetzten Profile in der Baubranche zum Einsatz, entsprechen nach Aussagen der Beteiligten aber auch in vollem Umfang den Anforderungen der Top 2000. Bei der Suche nach dem besten Produkt auch in andere Bereiche zu schauen, verdeutlicht die Lösungskompetenz von Rodriguez. »Wir haben mit Rodriguez einen Partner gefunden, der ganz exakt das bei uns benötigte Produkt auswählt und dann auch zuverlässig und genau liefert«, unterstreicht Thierry Arnaud, der als Einkäufer bei Solystic tätig ist. Die Zusammenarbeit zwischen Rodriguez und Solystic besteht seit 2005 und wird demnächst auch in anderen Projekten fortgesetzt.
www.rodriguez.de

Ausgabe:
aut 02/2008
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