07. DEZEMBER 2016

zurück

kommentieren drucken  

Optimaler Lagertyp


Elektroautomation

Dünnringlager - Typische Einsatzgebiete von Dünnringlagern aus dem Hause Rodriguez sind die Halbleiterbranche, die Medizintechnik und nicht zuletzt die Robotik. Dort bewähren sich die schmalen Komponenten unter anderem in einem Laserroboter von Robot-Technology, der für die Bearbeitung von Kunststoffbauteilen und Dünnblechen konzipiert ist.
Mehrseitiger Artikel:
1 2  

Robot-Technology ist ein Lösungspartner rund um die robotergestützte Automatisierungstechnik im Bereich der Kunststoff- und Metallindustrie. Das Unternehmen hat sich auf einige Kernaufgabenstellungen, wie das Laserschneiden von Kunststoffbauteilen, die Clipsmontage in Kunststoffbauteile, den automatischen Klebebandauftrag sowie Kompaktzellen für unterschiedlichste Aufgabenstellungen spezialisiert. Ein Beispiel für die Lösungskompetenz des Unternehmens mit Sitz im unterfränkischen Kleinostheim ist der Laserschneidroboter der Robocut-Baureihe. »Laserroboter gibt es einige auf dem Markt, die einzigartige Kombination von Laser und Roboter erhalten Sie jedoch nur bei uns«, erläutert Stefan Maier, der Geschäftsführer von Robot-Technology. »Durch diese Kombination ist ein ideales Werkzeug zur Bearbeitung von Kunststoff- und Metallbauteilen entstanden.« Als Basis wird ein ABB-Roboter vom Typ IRB 4400 verwendet, auf den die patentierte Laserachse aufgebaut ist. Der Laserroboter lässt sich mit unterschiedlichen Laserleistungen von 100 bis 1.000 W ausrüsten und ist somit für zahlreiche individuelle Aufgabenstellungen bestens geeignet. Der Haupteinsatzbereich des Laserroboters liegt im Beschnitt von Kunststoffverkleidungsteilen von Automobilen, zum Beispiel Säulenverkleidungen, Türmodulen, Kofferraumverkleidungen und Außenverkleidungsteilen. Hierbei können fast alle Kunststoffe, darunter PP, PE, ABS-PC, Plexiglas, TPO-Folien sowie jegliche Textilien mit bester Schneidqualität und hoher Geschwindigkeit beschnitten werden. Auch Materialkombinationen sind für die Bearbeitung mit dem Laserroboter bestens geeignet. Im Metallbereich lassen sich Stahlbleche bis drei Millimeter und Edelstahlbauteile bis zwei Millimeter wirtschaftlich bearbeiten. »Die große Flexibilität des Laserroboters ermöglicht unseren Kunden ganz neue Möglichkeiten bei der Teilebearbeitung«, betont Maier.

Gesucht: dünne, aber große Lager

Bei der Entwicklung des Laserroboters standen die Experten jedoch kurzzeitig vor einer Herausforderung, denn für die Kopfachse des Robocuts wurden spezielle Lager benötigt. Sie übernehmen die Lagerung der Antriebswelle und der drehbaren Außenglocke, die das Umschalten von Scanner- auf Düsenbetrieb ermöglicht. »Die Scannerachse ist so konstruiert, dass auf der einen Seite die Getriebeseite liegt und auf der anderen Seite die Abtriebseite, die den Laseraustritt enthält«, erläutert der Geschäftsführer. »Zudem ist die drehbare Glocke, die sich über die Roboterachse verdrehen und über einen Verriegelungszylinder umschwenken lässt, drehbar gelagert.« So wird es möglich, den Roboter zum einen als Scannerroboter mit einem Bearbeitungsfeld von etwa 200 x 200 Millimeter zu nutzen. Andererseits lässt er sich als Düsenroboter mit integrierter Luftzuführung einsetzen.

Die Herausforderung für die Lagertechnik lag im jeweils sehr begrenzten Bauraum. Aus diesem Grund benötigte Robot-Technology im Querschnitt sehr dünne Lager, die aber im Durchmesser relativ groß sein mussten. Zudem sollten die Lager möglichst robust sein – schließlich entstehen beim Laserschneiden sowohl Stäube als auch Gase, die sich funktionsmindernd auswirken können. »Es gab auf dem Markt nicht viele Anbieter, die diese Kombination von Anforderungen erfüllen konnten«, erinnert sich Maier. Im Laufe der Recherche stieß Robot-Technology auf Rodriguez. »Wir vereinbarten eine persönliche Beratung und waren beeindruckt von den Möglichkeiten, die uns die Dünnringlager eröffneten.«


Mehrseitiger Artikel:
1 2  
Ausgabe:
aut 09/2015
Unternehmen:
Bilder:

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

Diese Artikel könnten Sie ebenfalls interessieren...

Drehgeber mit integrierter Profibus-DP-Schnittstelle

Drehgeber mit integrierter Profibus-DP-Schnittstelle

Absolute Multiturn-Drehgeber gehören heute zur Standardsensorik in der Automatisierungstechnik. Sofort nach dem Einschalten der Anlage oder nach einer Störung steht die aktuelle Maschinenposition - ohne zeitaufwendige Referenzfahrt - zur Verfügung. » weiterlesen
Low-Cost-Servos aus der Fahrzeugtechnik auch für die Industrie

Low-Cost-Servos aus der Fahrzeugtechnik auch für die Industrie

Die Idee ist einfach: Antriebe aus der Fahrzeugtechnik sind wegen der dort benötigten Stückzahlen hochgradig kostenoptimiert. Verwendet man diese Antriebstechnik in Serienmaschinen, lassen sich gegenüber Standardkomponenten erhebliche Einsparungen erzielen. » weiterlesen
Schauen statt tasten

Schauen statt tasten

VISIONSYSTEME - Nicht nur bei der Produktion von Massenteilen ermöglichen Bildverarbeitungssysteme eine 100-prozentige Qualitätskontrolle: Bei einem Automobil-Zulieferbetrieb dient eine Meß- und Prüfstation mit vier Kameras zur Endprüfung komplexer Baugruppen und unterscheidet dabei neun verschiedene Varianten. Gegenüber einer taktilen Prüfanlage bietet die Lösung eine Reihe von Vorteilen. » weiterlesen
Berger Lahr schickt leistungsstarken Frequenzumrichter ins Rennen

Berger Lahr schickt leistungsstarken Frequenzumrichter ins Rennen

Berger Lahr ergänzt das Antriebsprogramm um die Frequenzumrichterserie Altivar 58 / 58F. » weiterlesen
Eine Frage guter Führung

Eine Frage guter Führung

MEHRACHSSYSTEME - Die Kombinationsmöglichkeiten von mechanischen Lineareinheiten zu Mehrachsensystemen sind mittlerweile recht vielfältig. Bei näherem Hinsehen wirken sich jedoch konstruktionsbedingte Abweichungen der Einzelkomponenten bereits nachhaltig auf die Stabilität und die Wartungsfreundlichkeit der Systeme aus. Einige Hersteller betrachten eine integrierte Führung als das Maß aller Dinge, um deren maximalen Schutz sicherzustellen. Andere, wie El.More, sind dagegen der Auffassung, daß damit die Gesamtsteifigkeit des Systems deutlich beeinträchtigt wird. » weiterlesen
 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben

Über uns