02. JULI 2016

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Multitalent für den internationalen Einsatz


Elektroautomation

HMI - Gerade im Anlagenbau wird erwartet, dass Bedienpanels in der jeweiligen Landessprache arbeiten und für die Bediener vor Ort einfach und selbsterklärend zu benutzen sind. Mess- und Regeltechnikspezialist Promesstec setzt dafür bei seinen Anlagen auf Geräte aus dem Hause Wachendorff.

In der Montagehalle des Mittelständlers Promesstec steht gerade eine Dosieranlage, die Geschäftsführer Holger Beernink und sein Team selbst entwickelt haben: »Unser Know-how für Dosier- und Mischanlagen wird immer wieder benötigt, weil hier viele Werte vom Füllstand bis zur Durchflussmenge kontrolliert und geregelt werden müssen. Dabei zeigt sich immer wieder, dass vor Ort nicht selten Platzprobleme herrschen«, erklärt Beernink. Oft benötigt der Anlagenbetreiber ein Aggregat nachträglich, um eine bestehende Produktionsanlage zu ergänzen – hier zählt dann jeder Zentimeter, und mit den sehr groß ausgelegten Anlagen, die es von der Stange zu kaufen gibt, können diese Anwender dann nur wenig anfangen. »Unsere Idee war es nun, eine besonders kompakte, mobile Anlage zu entwickeln, die man in einem Container unterbringen und an beliebige Einsatzorte transportieren kann.«

Besonders wichtig ist das beispielsweise im Tunnelbau, wo Suspensionen für die Kühlung der Bohrköpfe immer frisch gemischt werden müssen. »Hier braucht man eine Anlage, die sich mit dem Bohrer vorwärts bewegen und deren Mischungsverhältnis immer wieder einfach und schnell veränderbar ist – je nach Beschaffenheit des Erdreichs, das durchbohrt werden muss«, erklärt Beernink, worauf es bei diesen Anwendungen ankommt.

Doch innovative Technik alleine genügt nicht – auch die Schnittstelle zum Menschen muss entsprechend vorbereitet werden. »Die Bedienung, also beispielsweise die Auswahl von Konzentrationen oder Rezepturen, muss ganz einfach möglich sein, damit wirklich jeder Arbeiter, unabhängig von Hierarchie und Fremdsprachenkenntnissen in der Lage ist, mit der Maschine effizient zu arbeiten«, verdeutlicht Beernink. Folglich setzt er auf Bedienmöglichkeiten, die ebenso flexibel einsetzbar sind, wie seine Maschinen und wurde bei Wachendorff fündig. »Als Systemintegrator sind wir natürlich besonders nah an neuen Entwicklungen und Lösungen der Wachendorff-Gruppe und gehören oft zu den ersten Firmen, die diese Produkte einsetzen«, erklärt er.

Extrem flexibles Duo

So auch in diesem Fall: Das neue Bediengerät WBGAE150 bietet auf einer übersichtlichen 15-Zoll-TFT-Anzeige nicht nur ausreichend Platz für Schaltflächen und Grafiken – auch eine Sprachumstellung lässt sich damit ganz einfach realisieren. »Über eine ganz normale Excel-Tabelle können wir hier den einzelnen Datenpunkten deutsche und auch fremdsprachige Bezeichnungen zuordnen. Dabei sind wir – auch was den Zeichensatz angeht – völlig flexibel. Ob japanische, arabische oder kyrillische Schriftzeichen – alles ist möglich, und das wird im internationalen Geschäft auch erwartet«, führt Beernink aus. Die Tabelle wird nach ihrer Erstellung über die TCP/IP-Schnittstelle einfach in das Panel hochgeladen und weitere Sprachen können so ergänzt werden.

Auch hinsichtlich seiner Kompatibilität ist das Panel total flexibel und kann direkt an die SPSen der unterschiedlichsten Hersteller angeschlossen werden. So bilden Dosieranlage und Bediengerät ein extrem flexibles Duo, das sich bestens ergänzt und vom Anwender in der Praxis als echte Einheit wahrgenommen wird.

Durch die Integration der Wachendorff-Fernwartungslösung eWON & Talk2M wurde zusätzlich noch ein Alarmmanagement aufgebaut, das Störmeldungen als SMS an den zuständigen Techniker weiterleitet. Wenn beispielsweise Füllstände einen kritischen Wert unterschreiten, wird automatisch eine Meldung abgesetzt, bevor das Mischungsverhältnis völlig aus dem Ruder läuft. »So können wir unseren Kunden optimalen Service auch für den laufenden Betrieb bieten«, so Beernink abschließend.

www.wachendorff.de

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aut 02/2014
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