21. NOVEMBER 2017

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Fertigungsautomation

Handhabung - 25 Kuka-Roboter bestücken bei Possehl Electronics drei Spritzgussmaschinen mit Stanzgittern zur Herstellung von Steuergehäusen für die Automobilindustrie.
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Das zentrale Thema von Possehl Electronics ist absolute Präzision. Am Standort Niefern bei Pforzheim in Baden-Württemberg entwickelt und produziert Possehl komplexe elektromechanische Präzisionskomponenten für die Automobilindustrie, wie etwa Steuergehäuse zur elektrischen Lenkung in verschiedenen Modellen namhafter Automobilhersteller. Zur Herstellung dieser Bauteile, inklusive Stanzen, galvanischer Beschichtung und Spritzgießen, setzt Possehl in drei Produktionslinien seit 2013 auf die roboterbasierte Automation.

Hohe Anforderungen

Nicht nur das robuste und zuverlässige Handling einer Vielzahl von verschiedenen Bauteilen, sondern auch das Zusammenspiel von mehreren Prozessen und die extrem kurzen Einzelzykluszeiten müssen für Possehl gewährleistet werden. Eine hohe Verfügbarkeit und sehr hohe Qualitätsansprüche runden die Anforderungen ab. Um diese Automatisierungslösung zu verwirklichen, arbeitet Possehl mit einem Systempartner von Kuka, der fpt-Gruppe, zusammen. Die 1982 gegründete Gruppe mit Sitz in Amtzell am Bodensee entwickelt roboterbasierte Lösungen für ihre Kunden. »Einer unserer Schwerpunkte ist die Automatisierung von Kunststoffspritzgieß- und Zerspanungsmaschinen in der Produktion«, erklärt Harald Gläss, Geschäftsführer von fpt. Die Greiftechnik für die Roboter kommt dabei ausschließlich aus dem eigenen Haus. Für Gläss besteht kein Zweifel, dass Kuka mit seiner Steuerungsplattform in Kombination mit den von fpt entwickelten User interfaces sowohl eine durchgängige Bedienphilosophie für den Anlagenbetreiber sicherstellt als auch anlagenspezifische Anpassungen ermöglicht. »Diese Kriterien sind immens wichtig für die Realisierung von komplexen Anlagen«, erklärt Gläss. »Die Flexibilitätsanforderungen von Possehl Electronics ließen bezüglich der Roboterkinematik nur den Einsatz von Knickarmrobotern zu«, so Gläss. Die Kuka-Roboter mit fpt-Bedienober-fläche waren zudem die einzige Lösung für eine mit den Spritzgussmaschinen kompatible Bedien- und Programmieroberfläche. »Um die geforderte Präzision zu erzielen, mussten wir die Roboter teilweise im 0,1 Millimeterbereich teachen«, erinnert sich Gläss.

Bei Possehl in Niefern verrichten heute insgesamt 25 Kuka-Roboter zuverlässig und präzise ihre Arbeit– darunter mehrere Kleinroboter der KR-Agilus-Serie sowie ein KR-5-arc-Roboter und mehrere Kuka-Roboter aus dem mittleren Traglastbereich. Der Produktionsprozess ist bei allen drei Linien ähnlich: »An eine Roboterzelle werden mit Leadframes bestückte Trays in Stapeln auf einem Förderband angeliefert«, erklärt Robert Tesch, bei Possehl für den Bereich Industrial Engineering von Stanz-, Spritz- und Automatisierungstechnik zuständig. Ein Kuka-Roboter vom Typ KR 5 arc entnimmt dann das oberste Tray und legt es in die Ablage. Leere Trays holt er ab und stapelt sie auf dem Auslaufband. Ein Kuka-Aufbereitungsroboter vom Typ KR 6 R900 legt das Leadframe dann in die Stanzunterform auf einem Rundtakttisch mit vier Stanzwerkzeugen, die die Fahrzeugstecker-Pins vom Leadframe trennen.


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aut 06/2017
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