21. NOVEMBER 2017

zurück

kommentieren drucken  

Motek-Umfrage


In wenigen Tagen startet die 35. Motek und 10. Bondexpo. Dazu werden vom 10. bis 13. Oktober über 1.000 Unternehmen in Stuttgart ihre aktuellen Produktions- und Montageautomatisierungslösungen präsentieren. Von ein paar wenigen wollten wir es genauer wissen, wes wegen wir eine Umfrage starteten.

Harald Steidle, Geschäftsführer, Axelent

Wie gestaltet sich für Ihr Unternehmen die momentane Auftragssituation im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und wie werden Sie das laufende Geschäftsjahr abschließen?

Wir sind sehr zufrieden. Es gelingt uns, unsere Ideen und Pläne umzusetzen. Wir freuen uns über eine hohe Anzahl an Unternehmen, die Axelent erstmals vertrauen und uns anschließend treu bleiben. Dies lässt darauf schließen, dass wir unsere Ziele erreichen.

Wie schätzen Sie die Marktsituation generell ein? Wo sehen Sie Chancen?

Axelent ist ein weltweit tätiges Unternehmen und hat hierdurch vielfältigen Themenstellungen entgegenzutreten. Kundenorientierung ist dabei stets unsere Maxime. In Deutschland haben wir deshalb unser Team und unsere Kompetenz erweitert. Speerspitze ist unser unternehmenseigener technischer Vertrieb im Außendienst, der national aufgestellt ist. Mit Axelent ProfiServices haben wir einen einzigartigen Geschäftsbereich für Sicherheitstechnik im Maschinenbau geschaffen.

Welche Neu- und Weiterentwicklungen wird Ihr Unternehmen auf der Motek präsentieren und welche Vorteile haben diese für Ihre Anwender?

Zur Motek stellen wir ein neues und patentiertes Schloss für Schutztüren vor. Ausgehend von einer Basiskomponente werden zahlreiche Schlossoptionen, beispielsweise mit Panikfunktion, möglich.

  

Peter Eisemann, Geschäftsführer Di-Soric

Geschäftsentwicklung: Unsere Auftragssituation gestaltet sich im Vergleich zum Vorjahr äußerst positiv. Das Geschäftsjahr werden wir mit einem Umsatzplus im deutlich zweistelligen Bereich abschließen.

Marktsituation:Die Marktsituation generell schätzen wir weiterhin als positiv ein. Chancen sehen wir nicht nur im Exportgeschäft sondern auch sehr stark in Deutschland, wo wir als kleineres mittelständisches Unternehmen sehr nah am Kunden sind und mit cleveren, praxisnahen Lösungen verstärkt überzeugen können. Auch im Bereich der Bildverarbeitung sehen wir mit unserem eigens dafür gegründeten Schwesterunternehmen di-soric Solutions ein hervorragendes Entwicklungspotential.

Neu- und Weiterentwicklunge :Als Sensorik Spezialist für automatisierte Handlings- und Montageprozesse bieten wir für nahezu jede Aufgabe die passende Lösung, um mit hoher Qualität und Genauigkeit die Produktivität zu steigern. Als Produktneuheiten zeigen wir z.B. unsere neuen Kunststoff-Lichtleiter und Lichtleiter-Verstärker OLK 71, die sich durch ihre Modularität, einfachste Bedienbarkeit und hoher Leistungsfähigkeit auszeichnen. Damit lassen sich Applikationen mit unterschiedlichsten Anforderungen an Reichweite und Erkennungsgenauigkeit bei geringstem Platzbedarf lösen. Die neueste Generation Ultraschall-Sensoren US 12 und US 18 bündelt eine Vielzahl von Anwendungsvorteilen, wie z.B. IO-Link, Reflexbetrieb, Teach-in-Modi oder Temperaturkompensation für höchste Stabilität in den Prozessen.

 

Stefan Ziemba, Manager Sales & Marketing Dach, IAI Industrieroboter

Geschäftsentwicklung: Die Auftragssituation stellt sich insgesamt als sehr positiv dar, wenn auch in den verschiedenen Absatzgebieten innerhalb der EU die Entwicklung durchaus unterschiedlich verläuft. Vor allem in Deutschland können wir jedoch mit der Auftragslage und der realisierten Umsatzsteigerung sehr zufrieden sein. Aus diesem Grund freuen wir uns auch schon auf den nun einzuläutenden Jahresendspurt. Hierfür wird die Motek, wie in jedem Jahr, ein wichtiger Indikator für uns werden.

Marktsituation: Die generelle Marktsituation für die Automatisierungstechnik ist speziell in Deutschland nach wie vor herausragend. Größere Zuwachsraten erwarten wir in den kommenden Jahren, auf Grund unseres Portfolios, vor allem in der Labor- und Medizintechnik. Da sich jedoch auch unsere Hauptabsatz-Branchen sehr ansprechend weiterentwickeln, können wir in der Tat sehr positiv auf weitere interessante Kontakte und Gespräche mit Vertretern aus allen Branchen auf der Motek entgegensehen.

Neu- und Weiterentwicklungen: Auf der diesjährigen Motek werden wir vor allem unser neues Teach-Pendant TB-02 in den Fokus stellen. Mit diesem Programmiersystem können unsere Kunden alle unsere Produkte programmieren, also alle elektrischen Aktuatoren wie Linearsysteme, Greifer, Rotationsachsen sowie auch alle unsere Robotersysteme. Dazu werden wir aber auch schon die ersten Modelle unserer neuen Linearsysteme aus der RCP6-Familie vorstellen können. Deren Markteinführung ist jedoch offiziell erst für den Beginn des kommenden Jahres vorgesehen. Zu diesem Zeitpunkt werden dann auch weitere Informationen und Details über deren herausragenden technischen Vorteile folgen.

 

Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter, Schmalz

Geschäftsentwicklung: Mit der Auftragslage und der wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr sind wir zufrieden. Im Vergleich zum Vorjahr konnten wir unseren Umsatz soweit steigern, dass wir unsere geplanten Ziele voraussichtlich erreichen werden.

Marktsituation:Wider allen Prognosen hält sich die Konjunktur in unseren wichtigsten Märkten und Branchen sehr stabil. Einen Anstieg verzeichnen wir beispielsweise bei Logistikanwendungen im Versandhandel und in Verteilzentren. Aber auch in anderen Branchen sind unsere Lösungen gefragt, weil sie Prozesse automatisieren und effizienter gestalten. Wir profitieren dabei sehr von unserem internationalen Vertriebsnetzwerk mit  17 eigenen Standorten weltweit. So sind wir auf den wichtigsten Märkten präsent,  immer sehr nah beim Kunden und erhalten dadurch viele wertvolle Impulse für unsere Arbeit.

Neu- und Weiterentwicklungen:Wir zeigen auf der Motek Lösungen für zahlreiche Anwendungen in der automatisierten und manuellen Handhabung. Dazu zählen beispielsweise eine neue Magnetgreiferbaureihe oder auch weitere Vakuum-Komponenten, die wir mit Near Field Communication (NFC) ausstatten. Mit unseren Produkten unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Produktionsprozesse produktiver, flexibler, intelligenter und effizienter zu gestalten und so letztlich ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. So zeichnen sich die neuen Magnetgreifer beispielsweise durch höhere Haltekraft und extreme Temperaturbeständigkeit aus. Die intelligenten Vakuum-Komponenten stellen wichtige Daten zum Greifsystem zur Verfügung – dank NFC nun auch auf mobilen Endgeräten – und geben dem Anwender die Möglichkeit, bei Bedarf schnell und zielgerichtet den Prozess zu optimieren.

 

Marcel Mämpel, Vertriebsleiter, Schmidt Technology

Geschäftsentwicklung: Nach einem starken letzten Jahr liegen 2016 sowohl Auftragseingang als auch Umsatz leicht über Vorjahresniveau. Das stimmt uns sehr zuversichtlich, auch in 2016 ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Marktsituation: Die Exportmärkte zeigen nach wie vor eine sehr hohe Dynamik und bieten sehr gute Absatzchancen. Allen voran hat sich für uns der US-Markt sehr gut entwickelt und wir sehen weltweit großes Potential für unsere hochwertigen elektrisch angetriebenen Pressen-Systeme.

Neu- und Weiterentwicklungen: Auf der Motek werden wir die neue Torque Press 520 mit einer Maximalkraft von 20 kN vorstellen. Das neuartige elektrische Torque-Antriebskonzept ermöglicht es, ein sehr hohes Drehmoment bereits bei niedrigen Drehzahlen zu realisieren. Dadurch können gleichermaßen Präzision und Dynamik signifikant verbessert werden. Auf Grund der sehr kompakten Bauweise ist diese Presse auch ideal für Integratoren und Automationslösungen geeignet. Deshalb stellen wir in diesem Zusammenhang ebenfalls unser erweitertes und modulares Schnittstellenkonzept vor, welches den Datenaustausch zwischen Presse, MES und ERP Systemen deutlich vereinfacht und gleichzeitig flexibler macht.   

 

Jürgen Noailles, Geschäftsführer, Stein Automation

Geschäftsentwicklung:Wir sind mit der momentanen Auftragssituation sehr zufrieden und freuen uns über eine anhaltend gute Nachfrage nach unseren Systemen. Im Auftragseingang liegen wir leicht über dem Vorjahr.

Marktsituation:Generell werte ich die Situation als positiv. Unsere Herausforderung liegt darin, eventuell auftretende Schwankungen für das Unternehmen verträglich zu gestalten. Das sollte uns recht gut gelingen, denn wir sind breit aufgestellt. Das gilt für die Verteilung nach Branchen ebenso wie nach Ländern.

Neu- und Weiterentwicklungen:Auf der Motek haben die Besucher unseres Messestandes die Gelegenheit, ein Werkstückträger-Transportsystem live in Aktion zu sehen. Highlights sind das von uns entwickelte System SoftMove für den schonenden Transport empfindlicher Güter und ein integrierter höhenverstellbarer Handarbeitsplatz für mehr Ergonomie. Darüber hinaus zeigen wir auch einen Schnelleinzug, der die Wechselzeit an den einzelnen Stationen verkürzt und die Produktionsleistung steigert.

  

Dr.-Ing. Hinrich Dohrmann, Geschäftsführer, Tox Pressotechnik

Geschäftsentwicklung: Momentan befinden wir uns in etwa auf Vorjahresniveau, wobei das Direktgeschäft mit den OEMs auf einem deutlich geringeren Niveau liegt. Diese Auftragsrückgänge werden durch stabiles Inlandsgeschäft und eine gute Auftragssituation im Export ausgeglichen. TOX® PRESSOTECHNIK kommt hier seine etablierte Position als Global Player mit 18 Standorten weltweit eindeutig zugute.

Marktsituation: Der Markt ist durch einen recht ausgeprägten Verdrängungswettbewerb gekennzeichnet. Der Einkaufs-Preisdruck durch Konzerne hat über die letzten Jahre immer stärker zugenommen. Chancen ergeben sich daher durch pfiffige Gesamtlösungen, neue standardisierte Produkte mit deutlich besseren Leistungsmerkmalen sowie durch Optimierung interner Abläufe. Die größten Chancen bestehen nach wie vor in Übersee, also China und USA sowie voraussichtlich langfristig in Brasilien und Indien.

Neu- und Weiterentwicklungen: Wir werden unsere neue standardisierte Pressenbaureihe „TOX®-ecoline“ ausstellen, die für unsere Kunden in nur wenigen Schritten auf unserer neuen Internetpräsenz zu einem Vorzugspreis mit kurzer Lieferzeit selbst konfigurierbar ist. Verwendung finden darin unter anderem neue standardisierte Steuerungskomponenten sowie ebenfalls neue standardisierte pneumohydraulische Antriebe. Zudem zeigen wir den brandneuen elektromechanischen Servoantrieb TOX®-ElectricDrive EX-F, der gegenüber herkömmlicher Auslegung mit nahezu doppelter Geschwindigkeit aufwartet.

 

Helmut Schmid, General Manager Western Europe, Universal Robots 

Geschäftsentwicklung: Seit 2010 haben wir sowohl unsere Produktion, unsere Umsätze als auch unsere Gewinne jährlich beinahe verdoppelt. Auf diesem Kurs möchten wir weiterhin bleiben und werden auch in diesem Geschäftsjahr ein beträchtliches Wachstum verzeichnen.

Marktsituation: Besonders im deutschsprachigen Raum sehen wir das größte Wachstumspotenzial bei den zahlreichen kleinen und mittelständischen Industriebetrieben. Althergebrachte Industrieroboter waren für diese in der Vergangenheit zu teuer, unsere Roboterarme eröffnen mittlerweile aber Unternehmen jeder Größe die Möglichkeit, ihr Potenzial in puncto Automatisierung optimal auszuschöpfen, indem sie auf flexibel einsetzbare und vor allem erschwingliche MRK-Anwendungen setzen.

Neu- und Weiterentwicklungen: Auf der Motek präsentieren wir erste Lösungen aus unserem Showroom Universal Robots+. Diese Applikationen mit Endeffektoren, Software und Zubehör verschiedener Anbieter sind bereits optimiert und maßgeschneidert für den Einsatz mit den UR-Roboterarmen. Endnutzern bieten wir durch diese Plug&Play-Komplettlösungen den Mehrwert einer noch einfacheren Implementierungsphase und somit einer gesteigerten Kosteneffizienz.

  

Michael Müller, Geschäftsführer, Wittenstein

Geschäftsentwicklung: Sehr erfreulich ist die Nachfrage aus den europäischen Ländern inklusive Deutschland: hier hält der deutliche Wachstumstrend schon seit geraumer Zeit an. Dagegen ist die Nachfrage aus den USA und Asien derzeit eher verhalten. Nach einem Umsatzrekord von insgesamt 302 Mio. € , also einem Wachstum von  9,2%, im Geschäftsjahr 2015/16 steuern wir im laufenden Geschäftsjahr 2016/17 ein Wachstum von 10% an.

Marktsituation:Der einstige Wachstumsmotor China fährt derzeit nur gebremst – aufgrund einer Umorientierung der Politik in Peking. Jahrelang wurde das hohe Wachstum von Investitionsgütern getragen; nun soll in China der Konsum gestärkt werden. Sehr positiv ist die Entwicklung insbesondere in Europa und Deutschland. Hier rechnen wir mit einem stabil hohen Auftragsniveau bis Ende dieses Jahres. Natürlich bieten auch Asien und USA mit ihren riesigen Märkten ein großes Potential, um erfolgreich weiter zu wachsen.

Neu- und Weiterentwicklungen: WITTENSTEIN zeigt auf der Motek innovative Lösungen für alle Achsen, zum Beispiel das erweiterte und komplett überarbeitete Portfolio an Servo-Schneckengetrieben. Im Mittelpunkt stehen dabei die neue Produktlinie V-Drive Basic Line sowie die Upgrades unserer V-Drives Value und Advanced. Damit bieten wir dem Anwender für jede Applikation das richtige Getriebe – mit höheren Leistungsdaten und neuem attraktiven Design von Economy/General bis High-End. Außerdem zeigen wir noch eine Weltneuheit: das von uns patentierte spanlose Verstiften von Zahnstangen. Kein Bohren, keine Späne, extreme Zeiteinsparung bei der Montage. Mit dem spanlosen Verstiften ist eine sichere, formschlüssige Fixierung einer Zahnstange innerhalb von einer Minute möglich.

 

Ausgabe:
aut 05/2016
Bilder:
Di-Soric
Axelent
IAI Industrieroboter
Stein Automation
Schmalz
Schmidt Technology
Tox Pressotechnik
Universal Robots
Wittenstein

kommentieren drucken  


ANZEIGE

 

 
» Finden Sie weitere Fachartikel in unserem Artikelarchiv

  Jetzt Newsletter
abonnieren!


Aktuelle Ausgaben