07. DEZEMBER 2016

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Produktionsoptimierer Hintergrund


Management

Betriebsdatenerfassung - Eine Voraussetzung für hohe Produktivität bei geringen Lagerbeständen ist ein gut organisiertes System, das alle relevanten Daten und Aufträge sicher verwaltet. Ein solches wurde bei Gustav Wolf in Gütersloh und Herzebrock installiert.
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Gustav Wolf oder genauer: Gustav Wolf Seil- und Drahtwerke GmbH & Co. KG, Gütersloh – dieser Name ist weltweit verbunden mit Qualität und Sicherheit. In sechs Werken im In- und Ausland produziert das Familienunternehmen technisch anspruchsvolle Stahldrähte und -seile, die Marktanteile sind beachtlich, die Anwendungsbereiche der Drähte und Seile so vielfältig wie die Produkte selbst.

In der Architektur, im Schiffbau, in der Automobil- und der Möbelindustrie, im Aufzug- und Kranbau bedient Gustav Wolf seine Kunden mit hochwertigen Erzeugnissen. Damit das auch in Zukunft so bleibt, setzt das Unternehmen in der Produktion auf ein neues System zur Betriebsdatenerfassung, das die Arbeit erleichtert und die Effizienz der internen Abläufe steigert.

»Im Zuge der Neuorganisation der Arbeitsvorbereitung haben wir beschlossen, auch unser System der Betriebsdatenerfassung neu zu organisieren«, sagt Michael Hanke, Leiter Einkauf und EDV. Dirk Flöing, Leiter der Arbeitsvorbereitung und damit direkt beteiligt an der Nutzung der Betriebsdaten, ergänzt: »Ohne die moderne Informationstechnologie ist eine ordentliche und effiziente Arbeitsvorbereitung heute nicht mehr möglich.« Dritte im Bunde der Betriebsdatenexperten ist Ulrike Sander, Mitarbeiterin der Arbeitsvorbereitung.

Die Ziele der Neuorganisation der BDE sind Transparenz in den Arbeitsprozessen, möglichst geringe Lagerbestände, Reklamationssicherheit gegenüber den Kunden, die Verfügbarkeit aktueller Zahlen – wenn möglich in Echtzeit – und natürlich die Arbeitserleichterung. »Die Schwierigkeit dabei ist, die Daten aus den einzelnen Abteilungen so zu vereinen, dass sie mit dem übergeordneten Produktionsplanungssystem ERP – Enterprise Resource Planning – verarbeitet werden können«, so Michael Hanke. Die BDE ist also zunächst nur ein Instrument, das Informationen sammelt. Sie aufzubereiten und vor allem miteinander zu vereinen, also nutzbar zu machen, ist der nächste Schritt.

Erfasst werden momentan die Daten aus der Zieherei, der Seilerei, der Ofenanlage sowie dem Logistikzentrum in Herzebrock. Die ersten drei Abteilungen liefern Produktionsdaten, in Herzebrock werden Kundenaufträge bearbeitet. Um diese unterschiedlichen Informationen zu vereinen, ist eine gemeinsame Schnittstelle nötig.

Schnittstelle als »Dolmetscher«
»Das ist so, als wollten Sie Ihren Computer mit der Mikrowelle verbinden. Das geht nicht, es sei denn, sie haben eine Schnittstelle, die sozusagen die Sprachen der beiden unterschiedlichen Geräte beherrscht und so ihre Kommunikation untereinander ermöglicht«, so Michael Hanke, der die Schnittstelle zwischen BDE und EPS programmiert hat. Wenn er über seinen Job spricht, fallen viele Fachbegriffe: »C-Sharp« heißt die Programmiersprache des Planungssystems und »Crimson« die der Bediengeräte (Panels) an den jeweiligen Produktionsplätzen.


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aut 04/2012
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