31. AUGUST 2016

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Nur die Harten...


Elektroautomation

Drehgeber - Perfekt verpackte Lebensmittel gelangen auch unbeschadet zum Verbraucher. In den Maschinen von Econo-Pak ermitteln extrem robuste Drehgeber die exakte Position der Kartons. So findet vom Tiefkühlprodukt bis zum Spülmaschinentab alles den richtigen Weg in die Faltschachtel.

Eis, Kekse oder Spülmaschinentabs stehen meistens in bunten Faltschachteln in den Regalen der Supermärkte. Um die fertigen Produkte in diese Schachteln hineinzubefördern, sind Verpackungsautomaten heute Bestandteil vieler Produktionslinien. In der Lebensmittelindustrie wird die Ware am Ende des Herstellungsprozesses meist sofort verpackt. Das ist nicht nur aus logistischen Gründen sinnvoll; das schnelle Verpacken schützt quasi die Ware und gewährleistet Hygiene und Produktqualität.

»Unsere Kunden brauchen Maschinen, die sicher und zuverlässig laufen«, erklärt Markus Zerbe, Vertriebsleiter von Econo-Pak. Der Familienbetrieb, der seit 1985 in Rheinland-Pfalz Verpackungsmaschinen entwickelt und fertigt, setzt darum in allen Bereichen auf Qualität und stellt an seine Zulieferer hohe Anforderungen. »Wir brauchen hier echtes Plug and play« begründet Ralf von Landenberg, der für die Elektronik der Maschinen verantwortlich ist. »Die Komponenten müssen einfach einzubauen und zu integrieren sein und dann zuverlässig laufen – möglichst ohne Wartung, umständliche Anpassungen oder gar Ausfälle.«

Extremen Bedingungen ausgesetzt

Schon seit über zehn Jahren setzt Ralf von Landenberg beispielsweise Drehgeber von Wachendorff ein. Verwendung findet hier vor allem der WDG 58 D mit 720 Impulsen, die den Produktionsprozess in verschiedene Teilschritte aufteilen. Durch die Position des Drehgebers erhält die Steuerung der Maschine die exakte Information, an welcher Stelle des Prozesses sich die Kartonage gerade befindet ob sie an der richtigen Position liegt, um gefaltet zu werden, oder sich an der passenden Stelle befindet, um den Klebestreifen zum Verschließen aufzutragen.

Aus gutem Grund hat man sich bei Econo-Pak für den widerstandsfähigsten Geber entschieden, den Wachendorff im Programm hat: »In unserer Branche«, so Ralf von Landenberg, sind die Umgebungsbedingungen sehr rau. Bei Tiefkühlprodukten etwa herrschen nicht nur extreme Temperaturen, sondern auch eine hohe Luftfeuchtigkeit, die allen Maschinenteilen sehr zusetzt.« Auch die Reinigungsmittel seien häufig sehr aggressiv. Von Ladenberg weiter: »Einer unserer Kunden in den USA hatte sogar über Nacht eine komplette Maschine dick eingeschäumt. Die Motoren haben das nicht überlebt, aber die Drehgeber von Wachendorff funktionierten danach noch.«

Nicht nur gegen extrem niedrige Temperaturen und Korrosion ist das beschichtete Aluminiumgehäuse des Gebers mit Schutzart IP 67 gut geschützt: Auch die Lagerlast hält radial und axial bis zu 400 Newton aus. Diese Robustheit der Wachendorff-Komponenten kommt nicht von ungefähr: Alle Drehgeber werden im eigenen Labor härtesten Belastungstests unterzogen. In einem speziellen Shaker werden beispielsweise für alle Typen mindestens 300 Stunden lang die Vibrationswerte ermittelt und 1.000 Mal die Schockwerte aller Achsen überprüft. Nur die härtesten Materialien und Bauteile halten hier Stand.

Was die Tests nicht besteht, sortieren die Wachendorff-Entwickler aus und ersetzen es durch andere Lösungen. Für besondere Robustheit sorgt außerdem das Vergießen aller größeren Bauteile und der Kabelanschlüsse an der Platine. So bleibt auch bei starken Vibrationen alles an seinem Platz und sicher miteinander verbunden. Schließlich kommen viele Wachendorff-Produkte in mobilen Geräten, in Flugzeugen oder im Bergbau zum Einsatz, wo sie besonders widrigen Bedingungen ausgesetzt sind.

In Klimaschränken überprüfen die Testlabor-Mitarbeiter zusätzlich, welchem Temperaturbereich die Drehgeber widerstehen. Dazu simulieren sie auch extreme Schwankungen innerhalb kürzester Zeit. Als Ergebnis entstehen Drehgeber, die nahezu unverwüstlich sind: »Früher hatten wir manchmal Probleme mit Schwitzwasser, die für Ausfälle sorgten«, erinnert sich von Landenberg. »Seit wir Wachendorff-Produkte nutzen, arbeitet alles zuverlässig. Auch ausgeschlagene Wellen haben wir nicht mehr gesehen.« Wie sicher die Maschinen von Econo-Pak arbeiten, beweisen die vollen Auftragsbücher und die Kunden in aller Welt.

Die Referenzliste des Familienunternehmens verzeichnet lauter bekannte Namen: Dr. Oetker, Lindt, Pfanni oder Langnese sind nur einige der vielen Global Player, die ihre Verpackungsmaschinen bei Econo-Pak beziehen. Ralf von Landenberg macht Wachendorff abschließend das schönste Kompliment, dass man einem Komponentenlieferanten nur machen kann: »Eigentlich denken wir über die Drehgeber gar nicht mehr nach. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und wir wissen, dass sie funktionieren. Wir werden sicherlich nicht das Risiko eingehen, den Lieferanten zu wechseln«.

www.wachendorff.de

Ausgabe:
aut 02/2012
Unternehmen:
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