03.2010
Und ab die Post!
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Die Faustformel lautet: E + 1. Was steckt dahinter? Einen Tag nach der Einsendung, so versprechen europäische Post unternehmen, ist ein Brief beim Empfänger. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erfüllen, investieren sie in große Postzentren mit automatisierten Sortieranlagen. Ziel solcher Anlagen ist eine schnelle und zuverlässige Automatisierung der Sortierung. Fehleranfällige Prozesse wie das Erkennen unleserlicher Handschriften oder das Zuordnen falscher Adressen möchte der Betreiber möglichst gut isolieren und die meisten Schritte in den automatischen Prozess mit einbeziehen. Ein Hersteller von Sortieranlagen für Postdienste ist das französische Unternehmen Solystic. Leistungsfähigste Sortieranlage im Angebot der Franzosen ist das Modell Top 2000. In dieser Anlage sorgen Kunststoffprofile und gebogene C9-Stahlprofile von Rodriguez aus Eschweiler für zuverlässige Linearbewegungen. Bei Verarbeitungsgeschwindigkeiten von 40.000 Sendungen pro Stunde tragen Stabilität und Präzision der linearen Bewegungselemente wesentlich zum Gesamtergebnis bei. Pro Stunde verarbeitet die Anlage bis zu 43.200 Objekte mit bis zu 32 Millimeter Dicke und einem Gewicht von bis zu zwei Kilo. Dabei ist es unerheblich, ob die Sendungen plastikumwickelt sind, Tyvekumschläge haben oder offene Sendungen sind. Eine optische Zeichenerkennung liest handgeschriebene Buchstaben ebenso ein wie getippte, zusätzlich erkennt die Software in der Top 2000 lineare und zweidimensionale Barcodes. Die Maschine verfügt über 480 Ausgabetrays auf zwei Ebenen, sie kann bis zu 230.000 Zustellpunkte in die Sequenzierung aufnehmen. Sequenzierung ist in diesem Fall die Ausgabe der Sendungen in der richtigen Zustellreihenfolge. Hierzu muss die gesamte Adresse komplett erfasst worden sein. |
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